Diesdorf l "Recht herzlichen Dank für die Zusammenarbeit. Sie war sehr fruchtbar", sagte Christiane Lüdemann, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf. Sie erinnerte daran, dass durch die Gebietsreform aus 30 kleineren Gemeinden 8 größere gebildet wurden.

Die VG habe per 1. Januar 2010 zu existieren begonnen. Es habe unter anderem Eingemeindungen, Neubildungen, Übertragung von Aufgaben und Änderungen beim Personal gegeben, zählte sie auf. "Ich denke, das war ein guter und richtiger Weg. Wir haben ein Modell, das in der Praxis keiner kannte, mit Leben erfüllt", erklärte die Bürgermeisterin. Die VG sei die größte in Sachsen-Anhalt und die einzige im Altmarkkreis Salzwedel.

"Wir sind immer wieder zu einem Konsens gelangt." - Bürgermeisterin Christiane Lüdemann

Christiane Lüdemann verwies darauf, dass es geschafft worden sei, kommunale Aufgaben wie den Unterhalt der Friedhöfe sowie VG-Aufgaben wie die Kindertagesstätten, Feuerwehren und Grundschulen zu trennen, aber andererseits auch zu kooperieren. "Wir sind immer wieder zu einem Konsens gekommen", urteilte sie.

Hauptausschuss tagte 18 Mal


Es habe in der Zeit aber auch harte Diskussionen gegeben, unter anderem bei den Themen Freibäder und Turnhalle Jübar. "Die gefassten Entscheidungen haben aber auch geholfen, dass wir unseren Weg weiter gehen können", merkte die Bürgermeisterin an.

Der Verbandsgemeinderat habe in den viereinhalb Jahren seiner Amtszeit insgesamt 34 Sitzungen absolviert. "Heute Abend werden wir im nichtöffentlichen Teil den 300. Beschluss fassen", nannte sie eine weitere Zahl.

Der Hauptausschuss sei zu 18 Sitzungen zusammen gekommen und habe 37 Beschlüsse auf den Weg gebracht. Der Sozialausschuss habe 20 Mal, der Feuerschutzausschuss 16 Mal getagt, nannte sie weitere Zahlen. Beschäftigt hätten sich die VG-Ratsmitglieder beispielsweise mit der Hauptsatzung, der Kitasatzung, der Feuerwehrsatzung, der Gefahrenabwehrverordnung, der Risikoanalyse der Feuerwehren und dem Kita-Entwicklungsplan.

In Beetzendorf-Diesdorf leben rund 13.700 Menschen


Geraume Zeit hätten sie an der Schulentwicklungsplanung gesessen. "Wir haben intensiv diskutiert, wie wir es erreichen können, dass alle Grundschulen erhalten bleiben. Vom Kreis ist unser Vorschlag so anerkannt", machte Christiane Lüdemann deutlich.

Aber auch organisatorische Veränderungen habe es gegeben: So seien die heute 15 Kitas in Pools aufgeteilt. "Damit wollen wir die Zusammenarbeit forcieren, aber auch den Austausch verbessern. Diese Entscheidung hat gut getan für die Entwicklung", urteilte sie. Auch die Leitung der Feuerwehren mit einem VG-Wehrleiter und je einem Stellvertreter pro Gemeinde habe sich als richtige Idee erwiesen.

Der prognostizierte demografische Wandel habe sich zum Glück noch nicht umfassend auf die VG ausgewirkt. "Wir haben in den 4,5 Jahren seit der Gründung der Verbandsgemeinde nur 519 Einwohner verloren. Per 11. Juni lebten 13.754 Menschen hier", sagte die Bürgermeisterin.

Abschied von Verbandsgemeinderäte


Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute sei um 75 auf jetzt 850 gesunken. Dagegen gebe es jetzt 9 Jugendwehrmitglieder mehr als 2010: derzeit insgesamt 104. Auch in den Kitas sei die Entwicklung positiv: Derzeit werden 848 Mädchen und Jungen betreut, 38 mehr als zur Gründung der VG. In den Grundschulen zeige sich ein ähnliches Bild: Dort würden 402 Kinder lernen, 11 mehr als im Jahr 2010.

"Wir haben gemeinsam viel erreicht", bedankte sich Christiane Lüdemann fürs aktive Einbringen bei allen VG-Räten. Acht von ihnen haben nicht kandidiert oder den Sprung ins Gremium nicht geschafft. Die Bürgermeisterin wünschte den bisherigen Mitstreitern Frank Dietrich, Harald Heuer, Jürgen Benecke, Hans-Heinrich Jordan, Mark Wöllmann, Werner Serien, Sabine Munter und Bernd Hane alles Gute.