Oebisfelde l Ausnahmezustand herrschte am Sonnabendnachmittag auf der Straße zwischen dem Schützenheim und der Sporthalle am Bahnhof. Grund war nicht nur das in diesem Bereich über die Bühne gehende Zeltlager der Kinder- und Jugendwehren der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen, sondern ein - wenn auch nur simulierter - Unfall. Dazu erklärte Swen Krause, Oberlöschmeister und Jugendwart der Oebisfelder Wehr: "Die Situation ist folgende: Unser Feuerwehrmann Dieter Fromm hat mit einem Bully einen Unfall fabriziert. Das Schlimme: Das auf einem Anhänger mitgeführte Fass Salpetersäure nahm dabei Schaden, so dass die ätzende Flüssigkeit auszulaufen droht. Wir mussten daher den ABC-Zug des Bördekreises alarmieren."

Der zog dann kurze Zeit später mit Blaulicht und Sondersignalen ein. Die Besatzung des Zuges besteht aus zirka 25 Frauen und Männern, die ansonsten ihren freiwilligen Wehrdienst in Wolmirstedt, Haldensleben oder in der Gemeinde Sülzetal versehen. Nach Ankunft ging es dann, wie es bei der Wehr üblich ist, alles ganz schnell. Zuerst sondierten zwei Kameraden unter Vollschutz die Lage. Anschließend mussten dann die richtigen "Entsorger" ran. In speziellen blauen Schutzanzügen installierte das Duo eine Pumpe in das Säurefass. Die gefährliche Flüssigkeit konnte so in ein säurefestes Ersatzfass abgepumpt werden. Nach zirka 30 Minuten war die Gefahr gebannt, und die durchschwitzten "Entsorger" konnten sich nach einer Dusche endlich ihrer Schutzkleidung entle- digen.

"Wir hatten diesen Übungseinsatz für unsere Kinder und Jugendlichen organisiert, um ihnen zu zeigen, wie breit das Aufgabengebiet der Feuerwehren gefächert ist. Ein Dankeschön geht in Richtung ABC-Zug für ihre Unterstützung", sagte Krause.

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