Heiratsfreudig wie lange nicht mehr zeigten sich Paare in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf im vergangenen Jahr. Gleich 60-mal konnten die Standesbeamten den Bund der Ehe schließen. Äußerst beliebt ist nach wie vor das Diesdorfer Museum, wo sich 17 Paare das Ja-Wort gaben.

Beetzendorf. Nachdem die Zahl der Eheschließungen in der Verwaltungsgemeinschaft und später Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf jahrelang rückläufig war, konnte dieser Trend 2010 vorerst gestoppt werden. Mit 60 Hochzeiten wurde der bisherige Höchststand von 2007 eingestellt und zugleich fast eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr erreicht.

Wie die Standesamtsstatistik ausweist, gaben sich etwa die Hälfte der Paare (31) im Trauzimmer des Beetzendorfer Verwaltungsgebäudes das Ja-Wort. Ein Renner unter Hochzeitspaaren bleibt jedoch auch das Diesdorfer Freilichtmuseum. Hier ließen sich im vergangenen Jahr 17 Paare trauen, weitere zwölf zogen das Trauzimmer im Diesdorfer Rathaus vor.

Weitere 17 Trauungen außerhalb der VG

Insgesamt lag die Zahl der Eheschließungen von Paaren, die ihren Wohnsitz in der VG haben, jedoch sogar noch höher. Schließlich haben einige der frisch Vermählten es vorgezogen, den schönsten Tag im Leben an anderen Orten zu verbringen. So gaben sich 17 Paare in Salzwedel, Tangermünde und sogar außerhalb Sachsen-Anhalts das Ja-Wort. Zwei weitere Nachbeurkundungen musste das Standesamt anhand vorliegender Trauunterlagen aus dem Ausland anfertigen, wohin Heiratswillige aus der VG ihre Hochzeit verlegt hatten.

Bei der Namenswahl entschieden sich die meisten Paare für die althergebrachte Variante. 47-mal wurde der Nachname des Ehemannes als gemeinsamer Familienname festgelegt. In neun Fällen kam der Name der Ehefrau zum Zuge. Sechs Paare gaben sich einen Doppelnamen, nur vier entschieden sich, jeweils den eigenen Nachnamen zu behalten.

Etwas weniger Arbeit gab es mit der Beurkundung von Geburten, obwohl auch deren Zahl gegenüber 2009 um sechs auf acht stieg. Drei weibliche und fünf männliche Neugeborene, die innerhalb der Verbandsgemeinde das Licht der Welt erblickt haben, weist die Standesamts-Statistik auf. Dazu kommt die Nachbeurkundung der Geburt eines Babys im fernen Mexiko. Der meiste Nachwuchs kam allerdings in den Geburtsstationen der umliegenden Krankenhäuser zur Welt.

80 Sterbefälle wurden beurkundet

Die Zahl der Sterbefälle, die im Standesamt registriert wurden, ist gegenüber dem Vorjahr um elf angestiegen und hat mit 80 den Höchststand von 2008 erreicht. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 69. Daneben hatten die Standesbeamten 23 Vaterschaftsanerkennungen, 30 Namensänderungen und 42 Kirchenaustritte zu beurkunden.