Klötze l "Vieles ist stimmig, was offiziell am Schautag vergangenen Sonnabend von offizieller Seite über die Landwirtschaft gesprochen wurde", blickt Raimund Punke auf diesen repräsentativen Schautag zurück. Der Ingenieur für Landtechnik bleibt aber nicht nur der guten Worten wegen optimistisch, er ist überzeugt, dass die Landwirtschaft im ländlichen Raum das Rückgrat bleiben wird. "Mindestlohn ist bei uns kein Thema", erklärt Punke für seine Milcherzeugergenossenschaft. "Unsere 40 Angestellten werden nach Tarif bezahlt, können in der Pflanzenproduktion, übers Jahr gesehen, ihre Arbeitszeit bestimmen und in aller Regel übernehmen wir unsere Lehrlinge nach erfolgreicher Prüfung", umreißt Punke die Beschäftigungsbilanz.

Die MEG hält 1200 Kühe und Kälber, ist für den Tierbestand Selbstversorger, betreibt eine Biogasanlage und bildet in drei Berufen aus. Die derzeit sieben Auszubildenden lernen die Berufe Tierwirt, Landwirt und Fachkraft für Agrarservice. Allesamt anspruchsvolle Tätigkeiten, die insbesondere ein großes Interesse an das jeweilige Berufsbild stellen. Philipp Bendig beendet in der kommenden Woche seine Ausbildung zum Landwirt. Mit der Zusage von seinem Chef Raimund Punke geht er in die Prüfung. "Das ist ein gutes Gefühl, das motiviert doppelt", freut sich der junge Mann. Erst im ersten Jahr als Auszubildender für Agrarservice gehört Florian Schmiedl aus Schwiesau zum MEG-Personal. Für ihn ist das die Erfüllung und ein Beruf, der so vielfältig wie nur wenige sind. Nach dem Abschluss wird er Erntemaschinen bedienen und Landmaschinen reparieren können.

Die Zukunft in der Pflanzenproduktion sieht Punke ohne Gentechnik vorankommen. "Diese Produktion ist derzeit nicht gewollt. Wir kommen auch ohne aus, so lange die Schädlinge konventionell gestoppt werden können. Und auch bei der Fütterung verwenden wir kein Soja- sondern Raps-Schrot.