Klötze l "Sie können heute, am Ende der laufenden Wahlperiode 2010 bis 2014, mit Genugtuung auf die in den letzten fünf Jahren geleistete Arbeit und mit Zuversicht auf die kommende Wahlperiode blicken." Das sagte Matthias Mann vor dem versammelten bisherigen Stadtrat und den ebenfalls eingeladenen Ortschaftsräten im Altmarksaal. "Hinter uns allen liegt eine arbeitsreiche Zeit, in der wir für unsere Bürger viel erreicht haben." 256 Beschlüsse habe der Stadtrat in 46 Sitzungen verabschiedet.

Schulden der Stadt um gut 2,5 Millionen Euro gesenkt

Im Folgenden erinnerte der Bürgermeister an einige Eckpunkte, die der Stadtrat seit 2010 auf den Weg brachte. Er nannte Bauprojekte wie den Schulplatz in Klötze, den Fahrradweg nach Immekath, den Bau einer Nahwärmetrasse zur Versorgung der Grundschule und Sporthalle in Kunrau. Auch für die Sanierung mehrerer Straßen sorgte der Stadtrat. Dazu gehören beispielsweise die Friedensstraße in Klötze, der Bocksgang und die Straße An der Kirche in Kunrau, die Ortsdurchfahrt Lockstedt, den Zichtauer Weg in Klötze, den Soeleckengarten in Kunrau und andere. Ebenso fällt der Umbau der Kindertagesstätte Zinnbergzwerge zu einer integrativen Einrichtung für 1,2 Millionen Euro in diesen Zeitraum.

Aufträge für mehrere Millionen Euro liegen in der Verantwortung des Hauptausschusses der Stadt. Nicht zu vergessen ist der Schuldenstand, der heute wesentlich freundlicher aussieht als noch vor fünf Jahren. Die Schulden der Einheitsgemeinde Klötze konnten von 5,03 Millionen Euro im Jahr 2010 und einer pro Kopf-Verschuldung von 444,36 Euro auf 2,38 Millionen Euro gesenkt werden. Das entspricht nur noch 223 Euro pro Einwohner.

Positive und konstruktive Zusammenarbeit

Das würdigte im Volksstimme-Gespräch auch der Kuseyer Dietrich Eggert, der nach 40 Jahren aus der Politik ausscheidet. Er betonte drei Dinge: "Der Umweg zur Fusion der Einheitsgemeinde über die Verwaltungsgemeinschaft Jeetze-Ohre-Drömling war richtig. Hut ab vor der Minderung der Schulden. Die Stadt hat eine Wirtschaftskraft, die sich im Aufbau befindet."

Matthias Mann sagte: "Man kann es nicht jedem recht machen. Wer das tut, verliert an Profil. Ich wünsche mir, dass die positive Entwicklung weitergeht und biete den neuen Stadt- und Ortschaftsräten eine faire und konstruktive Zusammenarbeit an." Dazu gehöre für ihn auch eine kritische Begleitung der Arbeit des Stadtrates und der Verwaltung. "Aber mit Blick auf die Gesamtheit der Einheitsgemeinde", betonte Matthias Mann.

Er bedankte sich im Anschluss bei allen ausscheidenden Stadt- und Ortschaftsräten. Besonders würdigte er Dietrich Eggert, der in der Nachwendezeit für ihn ein Vorbild war.

Blumen gab es auch für Ordnungsamtsleiterin Kathrin Wißwedel, die ihre leitende Position auf eigenen Wunsch abgibt.