Kusey l Kurz und knackig verlief am Freitagabend das Treffen der Jagdgenossenschaft Kusey. Schließlich wollten die Mitglieder nach dem offiziellen Teil noch ein paar gemütliche Stunden verbringen. Dazu hatte Vorsitzender Hans-Joachim Fehse in den Unterstand am Kuseyer Sportplatz eingeladen.

Dennoch standen einige Beschlüsse auf dem Programm der 18 anwesenden Jäger und Verpächter, die zusammen rund 185 Hektar bejagbare Fläche vertraten. Nach den Jagdsignalen, geblasen von Michael Kintzel und André Schulze, erläuterte Hans-Joachim Fehse das Thema Anzahl der Begehungsscheine für das Jagdrevier. "Die Begehungsscheine werden von den Jagdpächtern an Jäger ausgegeben, die damit in dem entsprechenden Bereich jagen dürfen." Der Vorschlag lag bei sieben solcher Scheine, die in den kommenden drei Jahren jährlich ausgegeben werden können. "Damit wir noch einen in Reserve haben", begründete Pächter Hans-Joachim Mothsche. Die Jagdgenossen akzeptierten diese Zahl einstimmig.

Keine Veränderungen wird es mit vier bei der Anzahl der Pächter geben, da niemand ein entsprechendes Interesse bekundet hat.

Ebenso lagen dem Vorstand keine Anträge für die Verwendung der Jagdpacht vor. Die Jagdgenossen beschlossen deshalb, das Geld in der Kasse zu belassen. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit soll es in diesem Jahr lediglich einen bunten Nachmittag für die Mitglieder geben und erst 2015 erneut eine Tagesfahrt.

Jagdpächter Hans-Joachim Mothsche informierte im Anschluss über die Jagdstrecke der vergangenen Saison (siehe Infokasten). Auf die Tendenz bei den Ergebnissen der Jagd ging danach Hermann Kamieth ein. "Das erlegte Schwarzwild ging um 80 Prozent zurück, beim Damwild ist das Ergebnis stabil, beim Rehwild ging es um zehn Prozent zurück", erläuterte er. Die Jagd sei derzeit auch beeinträchtigt durch den Bau des Windparks in Richtung Neuferchau. Er hoffe, dass 2015 wieder mehr Ruhe einkehren wird.

Kamieth berichtete auch, dass die Jäger am Nesenitzer Weg Sträucher haben pflanzen lassen. "Das ist positiv für das Niederwild", begründete er. Dadurch könnten die Populationen der Hasen, Rebhühner und Fasane wieder zunehmen.