Klötze hat seit Sonnabend einen neuen Stadtmeister im Fußball. Die Kuseyer Mannschaft Juventus Urin erkämpfte sich ohne Gegentor den Sieg. Titelverteidiger Neuferchau landete dennoch auf dem Treppchen und erreichte den dritten Platz.

Kusey l Eine bessere Vorbereitung auf das WM-Spiel Deutschland gegen Ghana am Abend vor dem Fernseher, als selbst ein Turnier auszutragen, gibt es kaum. Sechs Mannschaften sahen das genauso und traten am Sonnabend beim Turnier der Stadt Klötze auf dem Kuseyer Sportplatz an. Zwar errang das Team Neuferchau 2000 im vergangenen Jahr den Titel und wäre damit Ausrichter. Doch wegen der besseren Bedingungen ist Kusey als Austragungsort gewählt worden. Schließlich hat der stellvertretende Vorsitzende des TSV, Wolfgang Mosel, reichlich Erfahrungen bei der Organisation gesammelt.

Diese Teams traten gegeneinander an: Juventus Urin aus Kusey, East Area aus Klötze, TSV Kunrau, Neuferchau 2000, TSV 1919 Kusey und TuS Ristedt. Für das gemischte Turnier der Freizeit- und Alt-Herren-Mannschaften galten die Regeln des Kreis-Fachverbandes Fußball Altmark West. Gespielt wurde einmal zwölf Minuten auf Kleinfeld mit sechs Feldspielern und einem Torwart pro Mannschaft. Die Sieger bekamen einen Wanderpokal, jeweils einen Pokal für die heimische Vitrine erhielten die ersten drei Teams.

Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Christian Hinze-Riechers, begrüßte Sportler und Gäste. "Das Turnier ist eine gute Vorbereitung auf das Spiel heute Abend", sagte er, bedauerte aber, dass nur sechs Mannschaften ihre Teilnahme zugesagt hatten. Auch Wolfgang Mosel kritisierte beispielsweise das Fehlen einer Alt-Herren-Mannschaft des VfB Klötze. Hinze-Riechers wünschte allen Kickern "faire Spiele und keine unschönen Szenen auf dem und am Rasen".

Dieser Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Zuschauer und Akteure sahen dennoch spannende Spiele. Schon bald kristallisierten sich drei Favoriten heraus: der spätere Sieger aus Kusey, die Kunrauer sowie die Neuferchauer Kicker. Juventus Urin verlor keines seiner Spiele, lediglich Neuferchau 2000 und der TSV Kunrau trotzten den souveränen Kuseyern ein torloses Unentschieden ab.

Am späten Nachmittag standen die Ergebnisse schließlich fest (siehe Infokasten oben). "Es kann nur einen Sieger geben", sagte Christian Hinze-Riechers bei der Pokalübergabe. "Vielleicht sind im nächsten Jahr wieder mehr Mannschaften dabei." Wolfgang Mosel freute sich über das unerwartet gute Abschneiden der Alten Herren aus Kusey.

Das Turnier ist übrigens 1995 vom damaligen Leiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Jeetze-Ohre-Drömling, Jürgen Bammel, als VG-Vergleich ins Leben gerufen worden.

Bilder