Wenze. Zur Jahreshauptversammlung waren die Wenzer Feuerwehrleute am Freitag geladen. Wie Ralf Langleist, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Wenze, zu berichten wusste, liegt hinter seinen Feuerwehrfrauen und -männern ein ruhiges Jahr. Zu fünf Einsätzen waren sie gerufen worden. Dabei habe es sich um Alarmierungen wegen umgestürzter Bäume und anderer Hindernisse auf Straßen in der Umgebung gehandelt. Zudem war die Feuerwehr während eines Stromausfalls im Winter als Anlaufstelle für Bürger besetzt.

Bei einer Übung waren defekte Pumpen festgestellt worden – die brennende Tankstelle, die als Einsatzszenario angenommen worden war, wäre wohl komplett abgebrannt. Zudem haben die Wenzer Feuerwehrleute an mehreren Wettkämpfen und Feuerwehrfesten in der Nachbarschaft teilgenommen. An traditionellen Veranstaltungen gab es eine Grünkohlwanderung, das Osterfeuer und das Anleuchten des Weihnachtsbaumes. "Dabei hat es auch nicht geschadet, dass wir den Termin auf Freitag vorgezogen haben", so Langleist. Zum Maibaumaufstellen sollte aber nach neuen Ideen gesucht werden. Langleist: "Immer weniger Besucher kommen zu diesen Veranstaltungen, der Aufwand dafür lohnt sich bald nicht mehr." An Aktivitäten hervorzuheben war auch der Ausflug nach Hamburg, wo die Wenzer ein Löschboot besichtigen konnten.

Langleist appellierte an die Feuerwehrleute aus Wenze, die pro Jahr vorgeschriebenen 40 Ausbildungsstunden zu absolvieren: "Genügend Termine gibt es auf jeden Fall dafür in unserem Arbeitsplan."

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war der Bericht von Dirk Prieß zur Situation der Jugendfeuerwehr. Denn diese ist durchaus kritisch: Nachdem es in den vergangenen Jahren eine erfolgreiche Arbeit mit dem Nachwuchs gegeben hat, steht die Jugendwehr mangels Mitgliedern jetzt vor dem Aus. Ein erfreulicher Aspekt daran: Keineswegs liegt es an dem nachlassenden Interesse der bisherigen Jugendfeuerwehrleute. Vielmehr sind diese jetzt in das Alter gekommen, dass sie in die aktive Wehr wechseln können und wollen.

Dirk Prieß: "Mit zwei verbliebenen Jugendfeuerwehr-Mitgliedern die Arbeit zu gestalten – das geht im Prinzip nicht", so Prieß. Ortsbürgermeister Marco Wille regte eine Kooperation mit den anderen beiden Teilen des Dreierdorfes an: Denn auch in Quarnebeck und Trippigleben fehlt es an Feuerwehrnachwuchs. Eine Bündelung der Kräfte würde möglicherweise doch wieder eine schlagkräftige Truppe zusammenkommen lassen.

In diesem Zusammenhang regte Kathrin Wißwedel, Leiterin des Ordnungsamtes der Einheitsgemeinde, darüberhinaus eine Zusammenarbeit auch mit anderen benachbarten Ortschaften an. Sie weiß als Neuferchauer Feuerwehrfrau, dass die Probleme sich in vielen Orten der Region ähneln und regte an, über eine Kooperation auch mit Kusey, Neuferchau und Röwitz nachzudenken.

Die Jahreshauptversammlung wurde zudem genutzt, um langjährige Feuerwehrmitglieder zu ehren: Ausgezeichnet wurden Bernhard Lenz für 40 und Guido Ostermann für 20 Jahre Feuerwehrarbeit. Rico Kahle, der seit zehn Jahren mit dabei ist, war zur Jahreshauptversammlung verhindert. Befördert wurden außerdem Stephan Täger zum Löschmeister und Andreas Lenz zum Hauptfeuerwehrmann.

Bilder