Immekath (scm) l Wird die Baguette-Produktion von Fricopan in Immekath nach Eisleben verlagert? Diese Frage umtreibt den Fricopan-Betriebsrat (Volksstimme berichtete). Denn falls dem so sein sollte, so befürchtet Betriebsrats-Vorsitzender Andreas Höppner, dann könnte Personalabbau die Folge sein und der Standort in Immekath wäre "massiv gefährdet".

Die Volksstimme versuchte zu klären, ob diese Sorgen berechtigt sind. Leider blieben Anfragen beim Mutterkonzern Aryzta und bei der Fricopan-Leitung zunächst ohne Ergebnis. Jetzt meldete sich aber Pressesprecher Günther Lindinger zu Wort. Allerdings waren seine Auskünfte eher spärlich. So bat er um Verständnis, dass er zu Spekulationen oder Interpretationen keine Stellung nehmen möchte und zitierte lediglich den Aryzta-Vertriebsleiter Ralph Koschek, der vor geraumer Zeit gesagt habe, dass mit dem Bau des neuen Werkes in Eisleben die führende Marktposition in einer wachsenden Branche gefestigt werden solle. Jedoch würden auch die anderen Standorte weiterhin Investitionen "auf hohem Niveau" erhalten, damit diese ihre eigenen Verkaufs- strategien fortsetzen können.

Fricopan in Immekath wird in dieser allgemein gehaltenen Mitteilung mit keiner einzigen Silbe explizit erwähnt. Die konkret formulierten Fragen der Volksstimme, ob die Sorgen des Betriebsrates berechtigt sind, ob die Produktion von Baguettes nach Eisleben verlagert wird, welche Folgen das für den Standort Immekath haben könnte und welche Investitionen dort in Zukunft genau geplant seien, blieben mit Hinweis auf ein international starkes Wettbewerbsumfeld allesamt unbeantwortet.