Stendal l Das Erfreuliche zuerst: Die Zahl der Arbeitslosen in der Altmark ist auch im Juni gesunken. Waren im Mai noch 11825 Männer und Frauen zwischen Arendsee und Tangerhütte arbeitslos gemeldet, sind es im Juni 348 Altmärker weniger (siehe nebenstehende Grafik). Die Arbeitslosenquote sank altmarkweit von 11 Prozent auf 10,7 Prozent und nähert sich damit der für Sachsen-Anhalt im Juni zu Buche stehenden Arbeitslosenquote, die bei 10,4 Prozent liegt.

Hoffnungen, dass sich diese Entwicklung in den Sommermonaten fortsetzt, macht Markus Nitsch, Chef der Stendaler Arbeitsagentur, den Altmärkern allerdings wenige, denn: "Die sich bereits im Mai abzeichnende nachlassende Dynamik hat sich im Juni fortgesetzt. Das zeigt sich insbesondere an den rückläufigen Abgängen in Erwerbstätigkeit. Zwar halten die Arbeitgeber an ihren Fachkräften fest, sie sind aber bei Neueinstellungen wesentlich zurückhaltender. Diese Entwicklung ist saisontypisch und regelmäßig vor Beginn der Ferienzeit zu beobachten. Erfahrungsgemäß wird die Zahl der Arbeitslosen im Juli und August sogar leicht ansteigen, bevor sich dann im September die positive Entwicklung der vergangenen Monate fortsetzt."

Auch dazu ein paar Zahlen: 691 Männer und Frauen nahmen im Juni eine Arbeit auf, das sind 353 weniger als im Mai. Auch die Zahl der freien Arbeitsstellen ist rückläufig. Im Juni gingen bei der Arbeitsagentur 311 diesbezügliche Angebote von privaten und öffentlichen Arbeitgebern ein. Im Mai waren das noch 371.

Schlechte Nachrichten auch für diejenigen, die älter als 55 Jahre und arbeitslos sind. Ihre Chancen auf einen neuen Job sind in diesem Jahr schlechter als vor zwölf Monaten. Damals waren 2518 Altmärker über 55 Jahre arbeitslos gemeldet, im Juni 2014 sind das 2646.