Die Zwölftklässler haben die Prüfungen hinter sich: Für die Beetzendorfer gab es erst in der Hanse- und Baumkuchenstadt lobende Worte, dann die Feier in Winterfeld.

Salzwedel l Hinter den drei Abschlussjahrgängen des Beetzendorfer Gymnasiums lagen anstrengende Wochen. Wochen des Lernens, des Bangens und Hoffens. Doch das alles war am Sonnabend vergessen. Mit der Übergabe der Reifezeugnisse war ein wichtiger Abschnitt ihres Lebens abgeschlossen. Die Fünftklässler Lorena Weiser und Tristan Sopauschke, welche die Abiturienten und Gäste in der Salzwedeler Mönchskirche begrüßten, sprachen den Schulabgängern sicherlich aus den Herzen, als sie sagten: "Endlich ist es geschafft, nun ist die Welt wieder bunt und schön." Wenn sie 2021 ihre Zeugnisse erhalten, werden ihnen diese Worte wieder in Erinnerung kommen.

Schulleiter Hartmut Palutke, welcher auch als Mathelehrer unterrichtet, verwendete in seinem Grußwort keine Formeln und Parabeln, sondern bemühte den Dichterfürsten Goethe, wenn auch ab und zu in einer abgewandelten Form. "Hier steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor." Dass dieser Spruch aus Goethes Faust für die 48 Abiturienten nicht zutraf, bewiesen die guten Abschlussnoten. 9 Mal stand eine 1 vor dem Komma und 21 Mal eine 2.

Insgesamt erreichte der Abschlussjahrgang einen Durchschnitt von 2,6. Elena Bönecke wurde Jahrgangsbeste mit einem Durchschnitt von 1,3, dicht gefolgt von Lukas Förster, welcher ebenfalls einen Notendurchschnitt von 1,3 erzielte. Aufgrund einer geringfügig besseren Punktzahl durfte sich Elena Bönecke ins Ehrenbuch des Gymnasiums eintragen.

Der Schulleiter zitierte noch einmal Goethe und richtete sein Wort an alle Schüler. "Weiß der Gärtner, wenn das Bäumchen blüht, dass Blüt und Frucht die künft`gen Jahre zieren." "Das Abitur ist ein Schlüssel für viele Türen. Welche Türen Sie damit öffnen, liegt dann an Ihnen", verdeutlichte der Rektor die künftigen Perspektiven.

Aliena Mard und Alexander Schmidt sprachen im Namen ihrer Mitschüler ihren Dank für die jahrelange Unterstützung aus, die sie von der Schule und den Elternhäusern erhielten.

"Besonderer Dank an unsere Eltern, die stets dafür sorgten, dass alle Sicherheitssysteme rechtzeitig griffen. Wir haben keinen Grund zur Trauer, denn wir haben mit unserem Abitur gute Chancen im weiteren Leben. Somit liegt nun ein kleiner Teil unseres Lebens hinter uns und ein großer vor uns." Die Frage, wie das zukünftige Leben sich weiter entwickeln würde, beantworteten die Schüler ebenfalls mit einem Zitat: "Forrest, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie, was man kriegt."

Der Festakt wurde musikalisch umrahmt durch den Chor des Gymnasiums unter Leitung von Annette Eger sowie Ricarda Behrend am Cello, Julius Jung an der Violine und Lukas Förster am Flügel.

In der Winterfelder Festscheune wurde der Abiturabschluss am Abend gebührend gefeiert.

   

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