Zu seiner ersten offiziellen Sitzung ist am Dienstagabend der Oebisfelder Ortschaftsrat zusammengetreten. Bei dem Treffen wurden die neu gewählten Ortsräte nicht nur für ihre ehrenamtliche Aufgabe verpflichtet, sondern wählten auch eine neue Bürgermeisterin. Bogumila Jacksch (UWG) erhielt alle Stimmen.

Oebisfelde l Die Lockstedterin war von Sven Groneberg (SPD) vorgeschlagen worden. In den vergangenen vier Jahren hatte er selbst den Posten des Ortsbürgermeisters inne. Wegen einer beruflichen Weiterbildung hatte sich der Oebisfelder jedoch dafür entschieden, zumindest für die kommende Wahlperiode vorerst nicht als Bürgermeister zur Verfügung zu stehen.

Als seine Stellvertreterin habe Bogumila Jacksch wichtige Einblicke in das Amt erhalten und ihn besonders in den vergangenen Monaten hervorragend vertreten, begründete Sven Groneberg seinen Vorschlag. Von den Räten wurde indes keine weitere Person vorgeschlagen - Karsten Schindler (CDU) hatte noch zuvor erklärt dass ihn viele Bürger angesprochen und als Bürgermeister favorisiert hatten. "Aber dafür habe ich aus beruflicher Sicht einfach keine Zeit", erklärte er.

"Es ist mir eine wirklich große Ehre."

Bogumila Jacksch (UWG), Ortsbürgermeisterin Oebisfelde

Bogumila Jacksch erhielt die Stimmen aller elf anwesenden Ortschaftsräte. "Es ist mir eine wirklich große Ehre", erklärte sie. "Vor vier Jahren hätte ich das niemals gedacht. Damals war ich total aufgeregt als ich hier zum ersten Mal als Ortsrätin saß, ich hatte keine Ahnung von der Geschäftsordnung", sagte sie. Zu ihrem Stellvertreter wurde einstimmig Karsten Schindler gewählt. Nachdem Klaus Gerike (UWG) zunächst seine favorisierte Variante erläutert hatte, sowohl Sven Groneberg als auch Karsten Schindler zu Stellvertretern zu machen, hatte Groneberg wegen Zeitmangels auch von diesem Vorschlag Abstand genommen.

Für sein enormes Engagement als Bürgermeister in den vergangenen vier Jahren bedankte sich Angela Leuschner (SPD) im Namen aller Mitglieder des scheidenden Ortschaftsrates. "In deinen jungen Jahren hast du deine Arbeit absolut souverän gemeistert, warst nie unvorbereitet in einer Sitzung und hast deine Arbeit stets verlässlich erledigt. Du hast dich vor keiner Auseinandersetzung gescheut und hast uns durch so manch schwieriges Treffen manövriert", sagte sie. Lobende Worte hatte zuvor auch Sven Groneberg selbst an den ehemaligen Ortschaftsrat gerichtet, mit dem er in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet hatte. Einige seiner Mitstreiter werden in der kommenden Wahlperiode nicht mehr in dem Gremium arbeiten.

So wurden Rosemarie Bomballa, Marlis Baumann, Bärbel Folgner, Marga Seitz, Frank Häber, Uwe Peters , Martin Heyden sowie Bernd Schuster persönlich verabschiedet. Auch Editha Bernick und Andrea Bogner werden in der nächsten Wahlperiode nicht mehr im Oebisfelder Ortsrat tätig sein.Für ihre geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren erhielten alle Mitglieder des ehemaligen Ortschaftsrates Gedenkmünzen zum kürzlich gefeierten Geburtstag der Allerstadt von Einheitsgemeindebürgermeisterin Silke Wolf.

Verpflichtet wurden unterdessen die neuen Ortsräte - von insgesamt 13 waren 11 anwesend. Als an Jahren ältestes Mitglied hatte Klaus Gerike die ehrenvolle Aufgabe, den Mitgliedern des Gremiums einen Eid abzunehmen. Ein volles Programm gab es bei dem ersten Treffen noch nicht.

 

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