Zwar wie gehabt mit Fraktionen, aber ohne Personalgerangel hat der Beetzendorfer Rat am Donnerstag seine Arbeit aufgenommen. Lothar Köppe wurde einstimmig zum Vizebürgermeister wiedergewählt.

Beetzendorf l Drei Fraktionen gibt es auch in dieser Wahlperiode im Beetzendorfer Rat (CDU, Bürgerforum, Energiewende), doch ein Gerangel um Posten und Ausschusssitze, wie es im Verbandsgemeinderat und in einigen Gemeinderäten stattfand, blieb während der konstituierenden Sitzung am Donnerstag aus. Ganz im Gegenteil: Einmütigkeit herrschte zwischen den 16 Räten und Bürgermeister Heinrich Schmauch. Einstimmig wählten die Gemeindevertreter den bisherigen Vizeortschef Lothar Köppe (CDU) wieder. Bei der Besetzung der Ausschüsse verzichtete das Bürgerforum zugunsten der CDU sogar auf einen Sitz im Hauptausschuss, um einen Losentscheid zu vermeiden.

Rainer Klinzmann blieb wie schon im Verbandsgemeinderat die Aufgabe vorbehalten, als ältestes Ratsmitglied die anderen Gemeindevertreter auf die Kommunalverfassung zu verpflichten. Der Hohentrammer, der für die SPD im Rat sitzt, wollte sich keiner der Fraktionen anschließen. Und auch den Vorschlag von Dirk Frenzel für eine Kandidatur zum Interessenvertreter von Hohentramm lehnte er dankend ab.

Noch nicht abschließend entschieden wurde, welche zwei sachkundigen Einwohner im Bauausschuss mitarbeiten werden. Die Bürgerforum-Fraktion wird den Peertzer Walter Schwerin ins Rennen schicken, die CDU-Fraktion hält sich noch bedeckt.

Auch die Hauptsatzung fand bei allen Räten Zustimmung. In der ist der bisherige Sozialausschuss nicht mehr verankert. "Wir haben festgestellt, dass er sich von selbst erledigt hat, nachdem Kindertagesstätten und Grundschule an die Verbandsgemeinde übertragen wurden", erklärte Heinrich Schmauch. Anstehende Probleme könnten vom Bau-, Ordnungs- und Umweltausschuss mit behandelt werden.

Schmauch wünschte sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neuen Rat. "Wir sollten immer das Gespräch miteinander suchen, ehe das Gespräch übereinander beginnt", meinte der Bürgermeister und versprach, dass die Türen seines Amtszimmers für die Räte immer offen stehen.