Mit Spiel, Spaß und Unterhaltung feierten die Apenburger am Sonntag die 750. Wiederkehr der erstmaligen urkundlichen Erwähnung ihres Ortes. Höhepunkt war die historische Inszenierung vor der Alten Burg.

Apenburg l Ein Hauch von Burgfest wehte am Sonntag um die Alte Burg zu Apenburg. Mittelalterliche Stände luden zu Speis und Trank ein, die Jüngsten konnten sich in verschiedenen Disziplinen wie Bogen- und Armbrustschießen oder Ziel- angeln versuchen, und etliche Besucher hatten sich in ritterzeitliche Kluft geworfen. Und doch hatte die Veranstaltung nur eines mit dem großen Mittelalter-Spektakel gemein, das regelmäßig am ersten September-Wochenende in Apenburg gefeiert wird: die historische Aufführung.

Anlässlich der 750-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Erwähnung Apenburgs spielten zahlreiche Laiendarsteller aus Apenburg und Umgebung auf der Bühne die Geschehnisse vor siebeneinhalb Jahrhunderten nach. In vier verschiedenen Spielszenen - unterbrochen von Darbietungen der Dannefelder Gruppe Hoahnenfoot - konnte das Publikum verfolgen, wie es dazu kam, dass am 24. Juli 1264 Bischof Gerhard von Verden im Beisein des Propstes Werner von Dore den beiden Markgrafen Johann und Otto von Brandenburg das "Dorf Hohenhenningen bei Apenburg" schenkt.

Die Unterschrift unter das historische Dokument, die auf der Bühne erneut vollzogen wurde, war die Gegenleistung für die zwei Jahre vorher vereinbarte Übertragung des brandenburgischen Herrenhofes Heelsen an das Bistum Verden. Mit dem Austausch der beiderseitigen Exklaven sollte der blühende Schmuggel eingedämmt werden.

Der Gemischte Chor Liedertafel Apenburg bereicherte - in mittelalterliche Gewänder gehüllt - mit seinen Liedern das Fest, bei dem auch fast 300Luftballons in den Himmel flogen. Losgelassen von den Kindern, die Zettel mit ihrer Adresse an den Flugkörpern befestigten und nun hoffen, dass diese möglichst weit fliegen und die Botschaft von den Findern nach Apenburg zurückgesandt wird.

   

Bilder