Das Förderprogramm für die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) geht in die nächste Runde. Derzeit wird die Periode bis 2020 vorbereitet. Doch um Mindestanforderungen zu erfüllen, muss die LAG "Rund um den Drömling" stark wachsen. Der Vorstand stellte jetzt die Weichen dafür.

Klötze l Für die Förderperiode von 2007 bis 2013 ist jede Aktionsgruppe in Stendal mit einer Medaille geehrt worden. Doch die Vorbereitungen für den Zeitraum bis 2020 laufen bereits auf Hochtouren. Rolf Schmeling aus dem Klötzer Rathaus kann ein Lied davon singen. Er ist als Vorsitzender der LAG "Rund um den Drömling" seit geraumer Zeit mit den Vorarbeiten und Anträgen befasst. Um Mindestanforderungen zu erfüllen, holt die LAG weitere Partner mit ins Boot. Insgesamt ist die LAG "Rund um den Drömling" mit der Aufnahme zusätzlicher Kommunen jetzt für 28749 Einwohner und ein Gebiet von 77506 Hektar zuständig, wächst damit um rund ein Drittel (siehe Karte). Bereiche um Calvörde, die Verbandsgemeinde Flechtingen und Teile Gardelegens kamen dazu.

Für die nächsten Schritte stellte Schmeling sich einen Aktionsplan auf. "Wir haben vom Land einen entsprechenden Wettbewerbsaufruf bekommen", informierte er über den Stand der Vorbereitung. "Danach sollten wir schriftlich unser Interesse bekunden, das ist geschehen." Enthalten sein musste in diesem Schreiben, in welche Richtung sich die Aktionsgruppe entwickeln möchte, wer sich beteiligt, die Schwerpunkte der Arbeit und die Grenzen des Gebiets. Die drei Schwerpunkte der LAG "Rund um den Drömling" sind: 1. Zukünftige Nutzung der Kulturlandschaft, 2. Fördern des sanften Tourismus, 3. Umwelt- und Kulturbildung.

23 Aktionsgruppen haben sich landesweit um Aufnahme in das Förderprogramm beworben. In einem zweiten Schritt müssen sie bis Ende März 2015 ein Konzept einreichen. Bis 30. Juni 2015 prüft das Ministerium die Entwicklungsstrategie. Danach folgt eine erste Auswahlrunde. "Wenn das Konzept stimmt, werden wir einbezogen", ist Rolf Schmeling sicher. Derzeit werden die Kriterien für eine mögliche Förderung von Projekten erarbeitet. Interessenten können sich aber schon jetzt in ihren zuständigen Rathäusern melden. Gefragt sind innovative und nachhaltige Projekte von Vereinen, Kommunen, Privatleuten und Unternehmen. Dabei geht es nicht nur um touristische, sondern auch um wirtschaftliche Zwecke.

Rolf Schmeling: "Das Mitmachen lohnt sich. In der vergangenen Förderperiode haben wir 1,3 Millionen Euro für 21 Projekte erhalten."

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