Seit zehn Jahren hat die Jübarer Grundschule im ehemaligen Sekundarschulgebäude an der Salzwedeler Straße ein neues Zuhause. Das Jubiläum feierten Schüler, Lehrer und viele Gäste mit einem Fest.

Jübar l Zehn Jahre ist Doritt Bock Leiterin der Jübarer Grundschule und genau so lange ist es auch her, seit die Bildungseinrichtung aus dem kleinen Gebäude an der Breiten Straße in den geräumigen Bau an der Salzwedeler Straße umzog. "Das war eine weitsichtige Entscheidung des damaligen Jübarer Rates, das leer stehende Sekundarschulgebäude wieder mit Leben zu erfüllen", lobte Bock während des Schulfestes zum Jubiläum, zu dem mehr als 170 Besucher auf den Schulhof kamen.

Über den neuen Grundschulstandort sei im Oktober 2003 unter den Gemeindevertretern heftig diskutiert worden. "Aber letztlich hat man sich durchgerungen, und das war für uns eine glückliche Fügung", so Bock. Denn mit dem Umzug aus dem alten Haus, das den Anforderungen an eine moderne Bildungsstätte nicht mehr gerecht wurde, in das große Gebäude, stünden den heute 75 Schülern beste Lernbedingungen zur Verfügung. Auch dank der Investitionen, die Gemeinde und Verbandsgemeinde (VG), die die Schule 2010 in ihre Trägerschaft übernahm, in den vergangenen zehn Jahren getätigt haben.

So wurden das Dach saniert, die Klassenräume hell und freundlich gemalert und der Werkraum komplett saniert. Die VG ließ die Eingangstüren erneuern und die Fußböden sanieren. "Und in diesem Jahr kommen die Mädchen-Toiletten dran, außerdem erhalten wir für Regen- und Sonnentage eine teilweise Überdachung unseres Schulhofes", kündigte die Schulleiterin die nächsten Maßnahmen an.

Viel entstand aber auch in Eigeninitiative unter tatkräftiger Unterstützung der Eltern. So wurden die Bibliothek, der Schulgarten und der Essenraum neu gestaltet, das Lehrerzimmer und das Büro gestrichen, ein Sandkasten gebaut und Spielgeräte für den Schulhof installiert.

Und das alles hat Zukunft, freute sich Doritt Bock. Denn nachdem sich die Schüler der 2006 geschlossenen Stöckheimer Grundschule für Jübar entschieden hatten, werden hier Mädchen und Jungen aus 14Ortsteilen unterrichtet. Zwar werden die Rohrberger Kinder ab nächstem Schuljahr nach Beetzendorf wechseln, doch dafür kommen die Hohengriebener, Mehmker und Wüllmersener nach Jübar. "Wir werden auch die nächsten Jahre immer um die 80 Schüler haben und brauchen uns keine Gedanken um den Erhalt der Schule zu machen", so Bock weiter.

Mit einem kleinen Programm zeigten die Grundschüler den Festgästen ihr Können. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen, den die Eltern gebacken hatten. Verschiedene Spiel- und Spaßstationen luden auf dem Schulhof zum Mitmachen ein. So konnten sich die Schüler im Porzellanbemalen oder beim Wettangeln ausprobieren und an einer Malstraße kreativ tätig werden. Die Feuerwehr baute die Kübelspritze auf, an einem Stand gab es Selbstgebasteltes der Schüler zu kaufen, und gemeinsam mit den Eltern absolvierten die Kinder einige sportliche Wettkämpfe.

Bereits am Vormittag war in der Grundschule einiges los. So gingen die Mädchen und Jungen gemeinsam auf Schatzsuche durch den Ort und verfolgten die Kunststücke eines Zauberers, der extra aus Halle angereist war. Zur Erinnerung an den denkwürdigen Tag stellten sich die Schüler in Form einer Zehn vor der Schule zum Erinnerungsfoto auf.

   

Bilder