Der Jahrstedter Ortschaftsrat ist in Amt und Würden. Schon drücken Sorgen. Die rühren jedoch noch aus der vergangenen Wahlperiode. Nun werden sie akuter denn je. Ortsbürgermeister Uwe Bartels verlangt schnelles Handeln. Denn: Nur wenig kann der Ortschaftsrat allein regeln.

Jahrstedt/Böckwitz l Die Forderungen von Bürgermeister Bartels sind wohl berechtigte Anliegen, allerdings müssen vier unterschiedliche Adressaten mit ins Regulierungsboot geholt werden.

Da wäre zum einen eine unheilvoll anzusehende Absenkung der Landesstraße 23 in Böckwitz, unmittelbar in der Nähe des erst vor kurzer Zeit neu gebauten Durchlasses über einen Abzugsgraben.

Vorwurf gegen Stadt und Landesstraßenbaubehörde

"Die mehrere Meter lange Delle entlang der Fahrbahnkante wird sich sicherlich unter der Last des Schwerverkehrs nicht nur weiter vertiefen, sie wird auch in Richtung Graben absacken", sieht Bartels eine Gefahrenabwehr zur öffentlichen Sicherheit durch die Landesstraßenbaubehörde als dringend notwendig an. Weshalb die abgängige Stelle der Landesstraße nicht bereits bei den Bauarbeiten des Durchlasses, die in der Verantwortung der Stadt Klötze ausgeführt worden war, bemerkt worden ist, dass kann sich Bartels nicht erklären. "Die müssen wohl weggeschaut haben."

Im wahrsten Sinne des Wortes gibt es in Böckwitz aber noch andere Steine des Anstoßes. Und zwar sind es die Felsen, die ein Privatmann vor seinem Grundstück aufgestellt hat, um das gepflegte Grün seines Anwesens vor Fahrzeugen zu schützen. In der vergangenen Ratssitzung brachte Ingrid Schumann dieses Problem für das Museum Böckwitz zur Sprache. Durch die Position insbesondere des Steines, der direkt an der Museumszufahrt aufgestellt ist, können keine größeren Fahrzeuge, wie beispielsweise Busse, halten. Bartels kannte das Problem bereits aus vergangenen Zeiten. Wie er selbst einräumte, müsse erst einmal geklärt werden, ob sich die Felsen überhaupt auf öffentlichem Grund befinden. Im anderen Fall muss das Gespräch mit dem Grundstücksnachbarn gesucht werden.

Das vierte große Anliegen auf Abhilfe betrifft den Zaun rund um den Kinderspielplatz. Auch dort ist schnelles Handeln geboten, beklagte nicht nur Bartels, sondern auch die in den Rat als berufene Bürgerin gewählte Ilona Schulze. Der Zustand der hölzernen Umzäunung "ist nicht mehr hinnehmbar", so Bartels, "man darf da nicht weiter denken."

So wie auch dieses Problem bekannt ist, kennt die Ratsrunde auch das Aussehen des Grillplatzes direkt am Spielplatz. Versteckt im Grünen ist dieser Ort ein regelmäßiger Treffpunkt für Jugendliche, die dort ihren Rückzugsort zum Chillen gefunden haben. Diesen Grillplatz haben allerdings Vandalen samt gemauertem Grill verwüstet. Die Reste des Gemäuers stellen jetzt sogar kalt eine Gefahr dar. Eine fünfte ärgerliche Sache ist ein fehlendes Straßenschild in Jahrstedt. Die Anlieger der Ohrestraße sprechen Bartels immer wieder darauf an, denn Postboten und auch Lieferanten finden die Empfänger nicht.

 

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