Der Blumenhof Preetz in Schwiesau zählt zu den Naturschönheiten in der Altmark. Zweimal im Jahr ist dieses Naturidyll für die Öffentlichkeit ohne Anmeldung zu besichtigen. Wer zwischen Blumen, Pflanzen, Kräutern und Töpfereikunst wandelt, der wird von der Pracht erfüllt.

Schwiesau l Alles, was das Auge des Betrachters auf dem über einen Hektar großen schmucken Anwesen zu sehen bekommt, haben die Hände von Hilde und Günter Preetz geschaffen. Es gibt keine planerische Zeichnung, alles ist der Inspiration und den Absprachen der beiden Eheleute zu verdanken.

Es begann im Jahre 2001 mit dem Pflanzen einer Kastanie auf dem elterlichen Hof von Günter Preetz in Schwiesau. Der Baum war schon zuvor an den Wohnorten des Ehepaares in Gummersbach und Leverkusen eingepflanzt worden. Er überstand die Standortwechsel, wie auch die Knabberattacken durch Ziegen am neuen Standort auf einer Wiese am sogenannten Vierseitenhof.

Blumenhof ist die Erfüllung

In den 14 Jahren haben die Preetzens zuerst den Innenbereich des Hofgrundstückes zu einem Schmuckstück der Natur verwandelt. Stück um Stück entstanden neue Blumenbeete, Rabatten und Teichanlagen, die diesem Ort seine Einzigartigkeit gaben. Im kommenden Herbst werden Hilde und Günter Preetz ein weiteres Stück Ackerland, das zum Hofgrundstück gehört, dem parkähnlichen Außenbereich angliedern. Ein Mieterehepaar hatte das Stück Land bislang zum Anbau von Getreide und Kartoffeln genutzt. Diese Fläche haben die Mieter nun wieder an das Ehepaar Preetz zurückgegeben.

Der Blumenhof ist ihre Erfüllung, "weil wir das Geschaffene pflegen müssen und weil wir es gerne tun", heißt es von Günter Preetz. "Es steckt viel Arbeit, Kapital und noch viel mehr Herzblut darin", beginnt er zu erzählen. Das zu DDR-Zeiten enteignete elterliche Anwesen hat er im Jahre 1991 wieder ohne große Probleme zurückerhalten. Nachdem die Absprachen über den Fortbestand des maroden Wohnhauses und der Scheunen innerhalb der Erbengemeinschaft geregelt waren, begann für Hilde und Günter Preetz als alleinige Eigentümer ein Pendeln zwischen Leverkusen und Schwiesau. Ein Leben im Vierwochentakt, mal in Leverkusen und dann im Wohnwagen oder bei Nachbarn in Schwiesau. So vergingen Jahre. "Doch wir haben durchgehalten, wie unsere Kastanie auch", schmunzelt der Hausherr.

Getöpferte Wegweiser

Die Hausherrin fand im neuen Zuhause immer neue Ideen, sich zu verwirklichen. Diese Inspirationen sind als getöpferte Amphibien, Störche, Figuren oder Phantasiegestalten auf dem gesamten Areal und immer wieder zwischen Blumen und Sträuchern zu sehen. In diesem Jahr hat Hilde Preetz zig getöpferte Wegweiser aufgestellt. Und auch einige Masken aus gebranntem Ton sind hinzugekommen.

Ist der Hof an Ausstellungstagen geöffnet, lädt sich Hilde Preetz gerne Aussteller ein. Wiederum stellte Ute Wischerpop aus Hillersleben ihre Handarbeits- und Patchworkkunst aus. Von der kleinen Decke bis hin zum drei mal drei Meter großen Wandteppich mit dem Thema "Kleidung und Mode". Den hat sie gemeinsam mit drei Enkelkindern geschaffen.

Mit von der Partie war auch Annette Schaper aus Immekath. Die Hobbykünstlerin präsentierte im Blütenreich auf dem Hof ihre von Hand gefertigten Bildrahmen, fein getöpferte Blumenvasen und Glaskunst sowie Blumenensembles in pastellfarbenen Nuancen.

Wer sich für einen Besuch auf dem Hof Preetz anmelden möchte, wählt die Telefonnummer 039085/6221.

 

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