Ein Zuschussgeschäft wird das Beetzendorfer Stölpenbad immer bleiben. Dennoch hat sich die Investition in die Modernisierung ausgezahlt. Die Saisonhalbzeitbilanz weist ein großes Plus an Besuchern und Einnahmen aus.

Beetzendorf l Die warmen Tage bescheren den Freibädern einen wahren Besucheransturm, besonders jetzt zu Beginn der Ferienzeit. Auch im Beetzendorfer Stölpenbad sind die Badegäste nicht zu halten. Während morgens die Frühschwimmer meist noch in Ruhe ihre Bahnen im Becken drehen können, herrscht am Nachmittag ein regelrechter Ansturm auf das kühle Nass. Nach der erfolgten Modernisierung des 1932 erbauten Bades im vergangenen Jahr, in die die Gemeinde mehr als eine Million Euro investiert hat, scheint die Freizeiteinrichtung noch beliebter geworden zu sein.

15700 Euro an Einnahmen für die Gemeindekasse

Das belegen auch die positiven Zahlen, die Bürgermeister Heinrich Schmauch zur Halbzeit der Saison im Gemeinderat vorlegte. So konnten seit der Eröffnung Anfang Mai mehr als 9000 Besucher im Bad gezählt werden. "Das sind mehr als 130 pro Tag", rechnete der Ortschef zufrieden vor. Auch auf die Einnahmen wirkte sich das positiv aus. So flossen bisher 15700 Euro an Eintrittsgeldern in die Gemeindekasse. Zum Vergleich: Sonst waren es in der gesamten Saison, die allerdings nur die Monate Juni bis August umfasste, lediglich 5600 Euro.

"Das sind stolze Zahlen", befand Heinrich Schmauch. Allerdings würden die keineswegs bedeuten, dass die Gemeinde mit dem Bad Gewinne einfährt. Im Gegenteil: Die aufzuwendenden Kosten übersteigen die Einnahmen nach wie vor bei Weitem. "Aber wenn wir am Ende nur noch 20000 bis 25000 Euro Verlust einfahren, haben wir richtig was gekonnt", meinte der Bürgermeister.

Längere Saisonzeiten wirken sich positiv aus

Die Badegäste kommen nicht nur aus Beetzendorf und dem Umland, sondern auch aus entfernteren Orten. "Aus Salzwedel, Klötze und Immekath waren schon Leute hier", erzählte Schmauch. Und von allen habe man nur positive Rückmeldungen über das Ergebnis der Modernisierung des Bades bekommen.

Auch das Ergebnis des Jahreskartenverkaufs kann sich sehen lassen. Bisher wurden 180 für Erwachsene, 80 für Familien und 42 für Kinder unters Volk gebracht, teilte der Bürgermeister mit. Positiv auf die Saisonbilanz wird sich vor allem die längere Öffnungszeit des Bades auswirken. Dank der Beheizung des Wassers im Becken durch den Anschluss an die Wärmeleitung der nahen Biogasanlage konnten die ersten Badegäste bereits im Mai ins Wasser springen. Und auch im September soll die Einrichtung geöffnet bleiben, ehe ab 1. Oktober mit der zweiten Modernisierungsstufe begonnen wird: der Sanierung des Sanitärtraktes (wir berichteten in unserer Freitagsausgabe).