Klötze l Keinen Schritt weicht das Küken von der Pfauenmutter. Und ist der Abstand aus Sicht des nur wenige Zentimeter winzigen Nachwuchses zu groß geworden, ertönt eine klagendes Piepsen. Das reicht so gut wie immer aus. Mutter Pfau hält inne und wartet geduldig, bis der Daunenwuschel sich an oder unter ihrem üppigen Federkleid eingefunden hat. Seit wenigen Tagen zeigt sich das gefiederte Paar den Besuchern des Tierparks Klötze. Die Pfauenmutter lässt geduldig ihr Kleines jeden Zentimeter der Voliere erforschen. Der prachtvollere Pfauenvater muss dagegen seinem Nachwuchs aus dem Nachbarkäfig beobachten.

Hälfte des Wasserbedarfs tranken beide Esel

Die Geburt des kleinen Hühnervogels ist eine kleine Sensation im Klötzer Tierpark, worüber Tierpfleger Thomas Paasch und Betreuer Klaus-Dieter Schulz schon mächtig stolz sind. Etwas ungeduldiger beobachten Paasch und Schulz derzeit die Wildschweine. Bislang war es schlecht um Nachwuchs gestellt. Der Jungkeiler war noch nicht geschlechtsreif. Diese Zeit ist allerdings möglicherweise beendet, schätzt Schulz ein. Vielleicht wird es ja mit Frischlingen noch in diesem Jahr, so die Hoffnung.

Mit den hochsommerlichen Temperaturen sind alle Tiere im Park fertig geworden, berichtet Schulz. Die täglichen Grünfutterrationen, dazu kräftigendes Gemisch aus Kartoffeln und Heu, das erhält den Tieren ihre Reserven. Damit das Flüssigkeitsverhältnis stets auf Normalstand blieb, mussten täglich 70 bis 80 Liter Wasser für die Tiere herbeigeschafft werden. Allerdings, so Schulz, einverleibten sich die beiden Esel täglich alleine bis zur Hälfte der Gesamtmenge.

Während die Tiere mit der Hitze und den regenreichen Wettkapriolen bestens zurecht kamen, haben die Wege entlang der Gatter, Gehege und Volieren stark gelitten. Die Regenmassen haben im hügeligen Gelände ihre Abflussrinnen geschaffen. Da muss der Besucher schon gut zu Fuß sein, um diesen schönen Tierpark mit den Bewohnern zu genießen.