Dieses andächtige Picknick im Wald des Kirchspiels Klötze-Neuendorf wollten im siebten Veranstaltungsjahr knapp 100 Besucher erleben. Die Mischung aus Jagdhornbläserklang, andächtigen Worten und ein kulinarisches Angebot lockte nicht nur ältere Gäste zum Forsthaus Döllnitz.

Klötze l Wer sich Sonntag zum Waldgottesdienst des Kirchspiels Klötze-Neuendorf zum Forsthaus Döllnitz auf den Weg gemacht hatte, der benötigte eher den Sonnenschirm als einen Regenschutz, wie in den vergangenen zwei Jahren nötig gewesen. Eine andere Veränderung war die Gestaltung der Andacht durch Pfarrer im Ruhestand Hartmut Förster aus Lüdelsen. Sein eigentlich gastgebender Berufskollege, Pastor Johannes-Michael Bönecke, muss krankheitsbedingt noch mindestens bis zum 17. August kürzer treten. Doch eine herzliche Begrüßung seiner Gemeinde und das Koordinieren eines dreistimmigen Kanons lag ihm dann doch am Herzen.

Beim andächtigen Picknick konnten Besucher einen Shuttle-Transfer ab der Klötzer Ägidius-Kirche nutzen. Auch Ingeborg Lazarz aus Klötze stieg zu. Gefragt, weshalb dieser Waldgottesdienst auf sie so eine anziehende Wirkung ausübt, meinte sie, dass es die besondere Art und Weise sowie der idyllische Ort sind, die den Besuch lohnenswert für sie machen. Das bestätigte auch Pfarrer Bönecke, der zu den sonntäglichen Gottesdiensten weit weniger Besucher begrüßen kann.

Seine Predigt hatte Pfarrer Förster ganz im Zeichen der Hoffnung auf das Bewahren der Schöpfung ausgerichtet. Nachdenklich kritische Worte waren zu hören, mit denen er anprangerte, dass diese Hoffnung sich bis heute als tragischer Irrtum erweist. Wichtig ist, so Förster, den Glauben zu bewahren und seine heimatlichen Wurzeln zu behüten.

 

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