Das Mittelalter feiert am 6. und 7. September rund um die Alte Burg zu Apenburg Wiederauferstehung. Zur 17. Auflage des traditionellen Burgfestes werden wieder tausende Besucher erwartet.

Apenburg l Die Apenburger kommen aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Gerade erst haben sie die 750-jährige Wiederkehr der erstmaligen Erwähnung ihres Ortes mit einem großen Historienspektakel an der Alten Burg begangen, am Sonntag steht das große Entenrennen auf der Purnitz auf dem Programm und mit dem Burgfest das nächste Großereignis quasi vor der Tür. Wie jedes Jahr am ersten Septemberwochenende soll rund um die historische Burganlage das Mittelalter wiederaufleben. Genauer gesagt die Zeit um 1300 mit seinen die Apenburger Geschichte prägenden Ereignissen.

Eigentlich sollte in diesem Jahr die Hochzeit zwischen Agnes, der Witwe des letzten askanischen Markgrafen Waldemar, und Herzog Otto von Braunschweig nachgespielt werden - mit einem echten Brautpaar. Wie schon 2003, als tausende Besucher die askanische Trauung in der Apenburger Kirche und den Zug zur Burg in historischen Gewändern bewunderten. Doch daraus wird dem Vernehmen nach nichts.

Dennoch brauchen die Burgfest-Gäste, die wieder zu Tausenden nach Apenburg strömen werden, auf das mittelalterliche Schauspiel nicht zu verzichten. Laiendarsteller aus der Gemeinde werden - wie schon vor einigen Wochen zur 750-Jahr-Feier - die Ereignisse rund um die Ersterwähnung Apenburgs 1264 auf die Bühne bringen. Und dabei auch auf die Geschichte von Agnes und Otto eingehen, die 1319 vor den Traualtar traten.

Das Apenburger Burgfest lebt vor allem von der Kostümierung der Besucher, die vor der historischen Kulisse der Burg und zusammen mit dem aufgebauten Markt im Stil der Zeit ein farbenfrohes mittelalterliches Flair erzeugt. Ob als Ritter, Burgfräulein, Ratsherr, Knappe oder anderweitig historisch gewandet: Jede Art modischer Beitrag, der in die Zeit um 1300 passt, ist gern gesehen. Und auch ein Kostümverleih vor Ort ist in Planung.

Kinderritterfest, Feuershow und Handwerkermarkt

Am Sonnabend, 6. September, ab 12 Uhr, und am Sonntag, 7. September, ab 10 Uhr, wird rund um die Alte Burg jede Menge Musik, Show, Theater und Kleinkunst geboten. Ein mittelalterliches Heerlager kann besucht werden, Handwerker bauen ihre Stände auf und führen ihre alten Techniken vor, es gibt einen Mittelaltermarkt und zahlreiche Mitmach-Angebote für Kinder, wie zum Beispiel Filzen, Flechten und Töpfern. Der Abend des ersten Tages wird von einer großen Feuershow, Konzert- und Theaterdarbietungen gekrönt, die bis zirka 23 Uhr zu erleben sind.

Der Sonntagvormittag gehört zunächst den jüngsten Besuchern, die sogar freien Eintritt genießen, wenn ihre Größe unter dem Schwertmaß liegt. Sie können sich von 10 bis 13 Uhr beim Kinderritterfest beweisen. Acht verschiedene Spielestationen sind zu meistern, bei denen es Urkunden und kleine Preise zu ergattern gibt. Auch für die Kinder gilt: Kostümierung bringt nicht nur Spaß, sondern auch Pluspunkte - etwa bei der anschließenden Gewandungsschau.

Bis zum späten Sonntagnachmittag geht das mittelalterliche Treiben an der Alten Burg weiter. Der Turm kann bestiegen werden, es gibt zahlreiche kulinarische Angebote passend zur Zeit vor 700 Jahren, dazu Mitmachstationen wie Bogenschießen, Beil- und Speerwurf, ein Kinderkarussell und vieles mehr. Und auch der Wanderpokal im Langbogenschießen wird erneut vergeben.