Ein Rekordfeld von 950 gelben Plastikflitzern ging beim elften Entenrennen am Sonntag in Apenburg an den Start. Als Überraschungspreis gab es diesmal sogar eine lebende Ente.

Apenburg l Als Kita-Leiterin Britta Patermann das Mikrofon übernahm, und sie Helmut Hardenberg andeutete, dass er bei der Siegerehrung des Entenrennens diesmal nichts zu sagen hatte, ahnte der Apenburger Sportvereinschef schon etwas. Zwar gelangen den von ihm ins Rennen geschickten Plastiktierchen keine Plätze unter den besten Zehn, für die es Geldpreise und Gutscheine gab, dafür aber der diesmal bedeutsame elfte Rang. Der war anlässlich der elften Auflage der Regatta mit dem Gewinn einer lebenden Ente verbunden. "Was aus ihr wird, weiß ich noch nicht. Morgen kommt sie jedenfalls bestimmt noch nicht in die Pfanne", schmunzelte Hardenberg, während er das Federvieh im Arm hielt.

950 Plastikenten wurden diesmal im Vorfeld verkauft und von der Fußgängerbrücke am Ortsausgang in Richtung Beetzendorf in die Purnitz gekippt. Ein erneuter Rekord, der kaum mehr übertroffen werden kann. "Schließlich haben wir damals 1000 Enten angeschafft und ein bisschen Schwund ist inzwischen auch schon dabei", meinte Helmut Hardenberg, der 2004 die Idee zu dem Spektakel hatte. Die Einnahmen aus Entenverkauf und dem abschließenden Beisammensein bei Kuchen, kühlen Getränken und Gegrilltem kommen der Kindertagesstätte sowie der Kinder- und Jugendarbeit des TuS Apenburg zugute.

Ententreiber Volker Körber hatte diesmal nicht nur die Aufgabe, die Plastiktiere im Feld und von der Böschung fernzuhalten. Im Schlepptau hatte er auch eine mobile Entenklinik dabei. "Für den Notfall" stand in Anspielung auf die jüngste Verschmutzung der Purnitz auf dem Behälter. Körbers Appell auf dem umgehängten Pappschild ("Unsere Enten dürfen nicht sterben!") zeigte jedenfalls Wirkung. Alle Turboenten überstanden die Regatta ohne bleibende Schäden - im Gegensatz zu den vielen echten Fischen, die in den vergangenen Wochen tot aus dem Fluss geholt wurden.

Heimlicher Star des Rennens war aber ein grüner Frosch. Von Torsten Pokorny in Feld geschmuggelt, lag der blinde Passagier zunächst sogar bei der Sprintwertung vorn, wurde dann aber disqualifiziert. "Wegen unsportlichem Verhalten", schmunzelte der Ententreiber, der den Frosch jedoch außer der Wertung bis zum Ziel weiterschwimmen ließ. Hier hatte die Ente Nummer 58 die Nase vorn, die auch schon die Bergwertung an der Parkbrücke gewann und der Apenburgerin Marianne Mitschka gehörte. Zweite wurde die Ente von Ilse Warlich vor der von Bennet Tanger. Den Sieg im Sprint holte sich das Tierchen von Till Margowski.

   

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