Die Mitarbeiter des kommunalen Wirtschaftshofes in Oebisfelde, der seinen Sitz an der Jahnstraße hat, sind im Sommer besonders gefordert. Denn es sprießt mächtig - vor allem der Rasen.

Oebisfelde l "Wir sind nicht nur für Oebisfelde und seine Ortsteile zuständig, sondern auch für die Orte der alten Verwaltungsgemeinschaft (VG) - Bösdorf, Rätzlingen, Kathendorf, Etingen und Eickendorf", sagte gestern Eckhard Brosig, Vorarbeiter auf dem Hof. Dabei seien seine Mitstreiter und die weibliche Abteilung des Hofes speziell im Sommer im Dauereinsatz. "Wir müssen auf zirka 43 Hektar Rasen mähen. Haben wir die Fläche durch, können die Männer praktisch wieder von vorne anfangen", erläuterte Brosig weiter.

Seit vielen Jahren dabei ist Peter Seetge. Der Oebisfelder gehört zusammen mit Technik-Mann Rüdiger Franz praktisch zum Inventar des Wirtschaftshofes. "In meiner Laufbahn als Gärtner habe ich schon viel erlebt. Besonders ärgerlich ist es, wenn sich auf dem Rasen Hundekot befindet. Wenn der in die Mäher kommt, kann sich wohl jeder vorstellen, was passiert", erklärte Seetge. Der Kot fliege nicht nur umher, sondern verschmiere auch die Messer des Mähers.

Aber es sei Besserung eingetreten. Seit dem Aufstellen von Hundetoiletten an verschiedenen Standpunkten in der Stadt sei das Haufen-Ärgernis zurückgegangen. Zum Beispiel auf dem Dämmchen, wie Seetge anmerkte.

Dennoch gebe es noch genug Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht ordnungsgemäß entsorgen. Viel Kot liege beispielsweise auf den Seitenstreifen an der Stendaler Straße, der Niendorfer Straße und auch an der Lindenstraße.

Mit den ekligen Haufen müssen sich auch die Frauen des Hofes, Regina Vaque, Julia Weber und Viola Krebs, auseinandersetzen. Denn die seien auch zwischen den Bodendeckern zu finden. Apropos Bodendecker: Die würden dem Frauen-Trio mächtig zu schaffen machen. Angepflanzt worden sie vor allem in Gehrendorf und Bösdorf. Dazu Brosig: "Das Säubern ist sehr zeitaufwendig und mühsam. Unsere Frauen haben sich daher sehr viel Respekt verdient."

Kürzungswolken brauensich zusammen

Bislang sei die Arbeit von den neun festangestellten Frauen und Männern sowie den sieben Saisonkräften, die von April bis Dezember mitmachen, trotz Urlaub und Krankschreibungen noch zu bewältigen. Doch es brauen sich Kürzungswolken zusammen. "Ob wir im kommenden Jahr noch einmal sieben Saisonkräfte bekommen, ist eher unwahrscheinlich. Sollte es so kommen, haben wir ein Problem", betonte Vorarbeiter Brosig.

Denn die Arbeit der Hofmitarbeiter beschränke sich nicht auf Rasenmähen oder das Sauberhalten der Rabatten. So seien die Friedhöfe in den Orten der Alt-VG in Ordnung zu halten. Das treffe ebenfalls auf die Außenbereiche der Kindergärten in der Alt-VG zu. "Wir kümmern uns auch um sämtliche Bushaltestellen und die öffentlichen Spielplätze. Zu vergessen ist nicht der Bahnhofstunnel. Dort wird oft randaliert, und es liegt viel Müll herum", merkte Brosig an und ergänzte: "Wir wollen natürlich auch eine ordentliche Stadt. Doch wir können nicht immer gleich und sofort vor Ort für Ordnung sorgen. Dafür sind unsere Ressourcen zu begrenzt."

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