Klötze. Seit dem Abtauen der Schneemassen sind die Schäden in den Wäldern der Region sichtbar geworden. Auf Einladung von Helmut Jachalke, Leiter des Betreuungsforstamtes Westliche Altmark mit Sitz in Klötze, waren deshalb am Donnerstagnachmittag die Vorsitzenden der elf Forstbetriebsgemeinschaften der Region zu Gast.

Jachalke wollte mit ihnen klären, mit welchem Konzept man der Schäden Herr werden könne. Insbesondere Kiefernwälder sind von den Schäden durch Schneebruch betroffen. Bei einem kurzen Ausflug in die Wälder südlich von Klötze hatten sich die Forstexperten einige besonders stark betroffene Waldflächen angeschaut.

Bereits dort hatte Jachalke die Strategie seines Betreuungsforstamtes ausgegeben: Es sei ein extremer Aufwand, mit den Holz-Erntemaschinen in den Wald zu fahren. Nicht allein die herabgebrochenen Äste und Stämme liegen im Weg, loses und unter Spannung stehendes Holz sorgt für zusätzliche Gefahren. Aus diesem Grund rät Jachalke dringend auch für die kommenden Monate von Ausflügen in die Wälder ab.

Zur Nutzung des Bruchholzes mit einem Volumen von rund 150 000 Festmetern sagte der Leiter des Betreuungsforstamtes: "Ich sehe nicht die Möglichkeit, dass sich hier die Ernte von Industrieholz lohnen würde. Deshalb sollte das Holz zu Energieholz aufbereitet werden."

Das würde bedeuten, dass die Forstleute mit Baggern und Knipsern in den geschädigten Waldflächen für Ordnung sorgen. Offensichtlich wäre dies auch im Sinne des effektiven Einsatzes von Mitarbeitern und Gerätschaften sinnvoll: Mit einem Schlag ließen sich dann beschädigte Bäume aus dem Wald herausholen. Ein schnelles Handeln sei notwendig, so Jachalke. Nur dies könne der Ausbreitung von Forstschädlingen und gefährlichen Pilzen entgegenwirken. Schnelles Handeln – angesichts des enormen Umfangs der Schäden in den Wäldern ist dies eine Sache von vielen Monaten. Mit Blick auf die Bekämpfung von Waldbränden haben dabei zunächst die Wege in und durch die Wälder Priorität.

Darüber zu entscheiden, was mit den einzelnen Flächen passieren soll, haben letztlich die Eigentümer der einzelnen Parzellen. Die zum Gespräch mit Helmut Jachalke erschienenen Vertreter werden die in ihren Forstbetriebsgemeinschaften organisierten Eigentümer über die Ideen des Betreuungsforstamtes zum weiteren Umgang mit den Schäden informieren können.

Das Betreuungsforstamt ist vor allem zuständig für Beratung und Betreuung von Eigentümern mit kleinen Waldflächen, welche sich in Forstbetriebsgemeinschaften organisiert haben. Deren Flächen machen einen großen Teil der Wälder in der Altmark aus. Im Altmarkkreis befinden sich neben dem Betreuungsforstamt in Klötze weitere in Arendsee und in Letzlingen.