Unterstützung bei den Gottesdiensten im Pfarrbereich Beetzendorf-Jeeben bekommt Beetzendorfs Pfarrer Joachim Geis künftig von einem ausgebildeten Lektor. Cord Müller wurde im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Marienkirche in seine ehrenamtliche Tätigkeit eingeführt

Beetzendorf l 13 Kirchengemeinden hat Pfarrer Joachim Geis im Pfarrbereich Beetzendorf-Jeeben zu betreuen. Keine leichte Aufgabe für den Geistlichen, hier ständig präsent zu sein und die regelmäßigen Gottesdienste zu besetzen. In der Vergangenheit erhielt Geis deshalb immer mal wieder Unterstützung, etwa von seinen pensionierten Amtskollegen Peter Eggert aus Jeeben und Klaus Pacholik aus Ristedt. Künftig kann er auf eine weitere Stütze bauen: Cord Müller hat seine Ausbildung als ehrenamtlicher Lektor inzwischen beendet und tritt seine Tätigkeit im Pfarrbereich Beetzendorf-Jeeben an.

Künftig bis zu drei Gottesdienste im Quartal

Superintendent Matthias Heinrich führte den jungen Mann während eines feierlichen Gottesdienstes in der Beetzendorfer Marienkirche in sein Amt ein. Zahlreiche Gemeindemitglieder, aber auch Verwandte und Bekannte Müllers folgten der Einladung in das Gotteshaus.

"Wir haben uns als Kirchspiel für die Teilnahme am Projekt Mitmachgottesdienst entschieden und sind froh, dass uns Cord Müller als Lektor nun auch offiziell zur Seite steht", erklärte Joachim Geis. In den vergangenen Monaten habe er bereits Gottesdienste in Audorf und Ristedt gehalten.

"Lektor bedeutet Lesender und als solcher ist es seine Aufgabe, Gottes Wort zu verkünden, damit es unter die Menschen kommt", erläuterte der Pfarrer. Der Gemeindekirchenrat habe Müller mit dem Lektorendienst im Pfarrbereich beauftragt, nachdem er seine Ausbildung in der anhaltinischen Landeskirche abgeschlossen hat. "Er wird künftig bis zu drei Lesegottesdienste pro Quartal im Pfarrbereich halten", kündigte Geis an. Der nächste ist bereits für kommenden Sonntag, 24. August, um 10.15 Uhr in der Poppauer Kirche vorgesehen.

Superintendent lobt "Priestertum aller Gläubigen"

Für Superintendent Matthias Heinrich ist das "Priestertum aller Gläubigen, wie im Neuen Testament beschrieben" eine gute Lösung, um die Pfarrer angesichts ihrer umfangreichen Arbeitsbereiche zu entlasten. "Jeder, der die Begabung dazu von Gott geschenkt bekommen hat, sollte sie auch einsetzen", meinte er in seinen einführenden Worten. Heinrich forderte die Gemeindemitglieder im Pfarrbereich auf, den Dienst des neuen Lektors zu achten und ihm bei der Erfüllung seiner Aufgaben beizustehen.

Cord Müller war das Lampenfieber angesichts der offiziellen Amtseinführung nur minimal anzumerken. Ausdrucksstark, ruhig und mit Bedacht sprach er von der Kanzel zu den Gottesdienstbesuchern und regte in seinen Predigtworten zum Nachdenken über die Jahreslosung "Gott nahe zu sein ist mein Glück" an. "Für mich ist heute Neujahr, denn ich beginne mit einer neuen Aufgabe", erklärte der Lektor. Diese sei ihm von Gott spürbar ans Herz gelegt worden. "Ich freue mich auf viele schöne Gottesdienste mit Ihnen, in denen Sie spüren, wie großartig es ist und wie glücklich es macht, Gott nahe zu sein", blickte Cord Müller zuversichtlich in die Zukunft.

Gemeindemitglieder an die Kaffeetafel eingeladen

Im Anschluss an den Gottesdienst bestand für die Gemeindemitglieder Gelegenheit, den Lektor persönlich näher kennenzulernen. Dazu hatte die Kirchengemeinde im Gotteshaus eine kleine Kaffeetafel vorbereitet, an der die Besucher Platz nahmen.