Klötze l An zwei der insgesamt vier Rufbushaltestellen in Klötze, die seit dem 1. April genutzt werden können, wollen kaum Fahrgäste ein- oder aussteigen. Das erfuhr die Volksstimme auf Nachfrage bei der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel (PVGS). Demnach seien die Busse an den Haltestellen am Waldbad in der Schützenstraße sowie in der Straße An der Mühle ein seltener Anblick. So wollten im Zeitraum zwischen dem 1. April und dem 31. Juli nur vier Fahrgäste am Waldbad aussteigen. Niemand bestellte sich einen Bus, um von dort wegzufahren.

Ähnlich sieht es im Wohngebiet An der Mühle aus. Hier zählte die PVGS im gleichen Zeitraum zwei Ausstiege und einen Zustieg. Gezählt worden sind dabei nach Aussage von Ronald Lehnecke, Geschäftsführer der PVGS, alle Fahrgäste, die ein Ticket für die Fahrt gelöst haben. Besitzer von Monatskarten seien nicht erfasst worden.

Deutlich häufiger fahren die Rufbusse hingegen zu den Supermärkten in der Poppauer Straße, wo zwischen April und Juli 58 zusteigende und 29 aussteigende Fahrgäste gezählt wurden. Auch das Klötzer Rathaus ist ein beliebter Halt: Hier gab es mit 89 eingestiegenen und 61 ausgestiegenen Menschen die bislang höchsten Fahrgastzahlen zu verzeichnen, wie aus der Aufstellung der PVGS hervorgeht.

"Nach vier Monaten lässt sich noch nicht viel über den Erfolg sagen. Wir müssen dem Ganzen schon ein bis anderthalb Jahre Zeit geben, um sich zu entwickeln", sagt Ronald Lehnecke. Die Annahme des Rufbusses durch die Menschen brauche Zeit. "Die Haltestellen in der Poppauer Straße und am Rathaus sind schon jetzt gut angenommen", so die Einschätzung des Geschäftsführers. Das Angebot der Rufbushaltestellen in Klötze solle auch bei teils noch geringer Nachfrage weiterhin bestehen bleiben, sagt Lehnecke.