Von Freitagabend bis Sonntagnachmittag ging es rund in der Altgemeinde Dönitz. Dort feierten die Einwohner der drei Klötzer Ortsteile drei Tage lang das 80-jährige Bestehen ihrer schnellen Truppe. Am Sonnabend zeigte diese bei einer Schauübung ihr Können.

Dönitz/Altferchau/Schwarzendamm l Zwei Tage lang hatten die Kameraden der Dönitzer Feuerwehr Glück mit dem Wetter, am Sonntag machte ihnen der Regen einen Strich durch die Rechnung. Als um 13 Uhr der Umzug in Schwarzendamm beginnen sollte, goss es wie aus Kannen. Der Niederschlag ließ die Gäste und Besucher Zuflucht unter Bäumen und Dächern suchen. Nach 45 Minuten entschied Wehrleiter Ulrich Bochum, den Umzug mit den Gastwehren ausfallen zu lassen und gleich in das Festzelt in Altferchau einzuziehen. Zuvor legten die Dönitzer Kameraden am Denkmal für die Gefallenen einen Kranz nieder. Mit Autos und zu Fuß machten sich die Feuerwehrleute und Gäste auf den Weg nach Altferchau. Mit dabei Abordnungen der Feuerwehren aus der alten Verwaltungsgemeinschaft, inklusive der Spielmannszüge aus Steimke und Immekath.

Hilfe für den Nächsten als Aufgabe verstanden

Seine Glückwünsche zum Geburtstag der Feuerwehr überbrachte Klötzes Bürgermeister Matthias Mann. "Sie haben es über 80 Jahre lang verstanden, Hilfe für den Nächsten als ihre Aufgabe anzusehen", sagte er. 500 aktive Feuerwehrleute würden sich in den 14 Feuerwehren der Stadt engagieren. Die Dönitzer Kameraden würden sich gut integrieren, die Zusammenarbeit klappe gut. "Das habe ich am Sonnabend bei der Schauübung erst wieder gesehen."

Bemerkenswert fand Matthias Mann, wie die Bevölkerung mit ihrer Wehr feiert. Das sei in anderen Orten nicht alltäglich. Er warb zudem für eine gute Zusammenarbeit aller Feuerwehren der Stadt. Das sei angesichts der komplizierten Technik besonders wichtig.

Zur Freude der Dönitzer sagte der Bürgermeister zu, dass sich die Stadt an dem Festwochenende finanziell beteiligt.

Ortsbürgermeister Dirk Fuhrmann würdigte die Rolle der Dönitzer Feuerwehr nicht nur als Brandbekämpfer und Hilfeleister, sondern auch als Kulturträger in den drei Dörfern. Er erinnerte an den Tag der offenen Tür bei der Wehr, die Grünkohlwanderung und anderes. "80 Jahre Feuerwehr heißt auch, 80 Jahre Dienst, Ausbildung und andere Verpflichtungen", betonte Fuhrmann. Bei drei Ortsteilen mit rund 130 Einwohnern sei es zudem nicht einfach, die Leute zusammenzuhalten. Dafür dankte er besonders Wehrleiter Ulrich Bochum. Gemeindewehrleiter Ralf Langleist überreichte im Auftrag des Feuerwehrverbandes Gardelegen eine Urkunde. Der Verband und die Ortsteile beteiligten sich ebenfalls mit einer Spende.

Im Anschluss ist Marcus Heidmann für seine 10-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt worden. Der ehemalige Wehrleiter Rainer Kuphal ist seit 40 Jahren dabei. Seit 60 Jahren engagieren sich Horst König und Wilhelm Mertens.

 

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