In Jahrstedt ging es am Sonnabend wieder um die Ehre. Dort traten die Kicker des TSV Adler Jahrstedt gegen die eigentlich nicht mehr existierende Mannschaft von Hertha Germenau an. Dabei ließen die Adler den Herthanern kaum eine Chance.

Jahrstedt l Mit einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Friedrich-Wilhelm Meyer begann das Prestige-Duell der beiden Mannschaften auf dem Sportplatz. Den Anstoß übernahmen die beiden Ehrenmitglieder Martin Wiele, der demnächst seinen 80. Geburtstag feiern wird, für die Jahrstedter Adler und Otto Grabenstedt für die Germenauer Hertha.

Entstanden ist dieses Traditionsspiel aus einer Idee heraus. Ausgangspunkt war, dass die Hertha nicht mehr über genügend Spieler verfügte. Die Spieler aus Germenau schlossen sich deshalb mit den Jahrstedtern zusammen. Um die Erinnerung nicht untergehen zu lassen, wird jedes Jahr die alte Dame Hertha für ein Match beider Teams "wiederbelebt". Das Spiel avanciert alljährlich zu einem Dorffest. Doch Vorjahressieger Jahrstedt ließ den Germenauern auch dieses Mal nur wenig Chancen.

Beide Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts. Zwar verlief das Spiel weitgehend fair. Dennoch sorgten einige Entscheidungen von Schiedsrichter Markus Stein für heftige Diskussionen, die sogar zu einer Gelben Karte wegen Meckerns führte.

Das erste Tor fiel in der ersten Halbzeit per Strafstoß. Leichter Regen setzte Anfang der zweiten Spielhälfte ein. Nach dem 2:0 der Jahrstedter wurden die Germenauer stärker: Ein Torschuss krachte gegen die Latte, bei einem weiteren konnte der Adler-Keeper den Ball nur übers Tor fausten. Am Ende blieb es aber beim 2:0 für die Adler.

Zuvor traten Jugendmannschaften des TSV und der Hertha gegeneinander an. Dieses Duell konnten die Germenauer mit 7:6 für sich entscheiden, Halbzeitstand 2:2.

Zum ersten Mal hatte sich dieses Mal die Junge Gesellschaft mit eingeklinkt. Sie machte aus dem Fußballspiel ein Happy Weekend. Am Nachmittag boten Ilona Schultze und Sandra Keller Spiele für die Kinder an. Sie hatten den Spielfeldrand auch mit bunten Bändern geschmückt. "Weil die Oldie-Party nicht mehr so gut ankam, wollten wir es mal zusammen mit dem Fußballspiel versuchen", begründete Robert Meyer von der Jungen Gesellschaft. Am Nachmittag gab es zudem Kaffee und Kuchen, am Abend schloss sich ein Tanz mit der Partyband Feeling an.

Neu war auch, dass es am Sonntag ein Spaß-Volleyball-Turnier gab. Gegen den Hunger gab es Erbsensuppe aus der Feldküche.

   

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