Sie können es selbst kaum fassen: Die Kinder, die die Volksstimme in ihrer Serie "Unsere Schulzeit" begleiten darf, haben die Halbzeit der Grundschulzeit bereits geschafft. Ab heute gehen sie schon in die dritte Klasse.

Klötze l "Die zweite Klasse war schön", zieht Joane Bilanz und stimmt dabei mit Aliyah, Josh, Josefin, Lucas, Lilly, Moritz und Tammo überein. Besonders die Schulfahrt nach Arendsee hat die Steppkes schwer beeindruckt. "Wir fahren in der dritten Klasse mit unserem Lehrer da noch mal hin", freut sich Aliyah.

"Dass wir in der zweiten Klasse sehr schöne Dinge mit unserem Lehrer gemacht haben", findet Tammo gut. "Der hat sich gut um uns gekümmert und war auch immer nett. Wir sind viel gewandert, waren auf einem Ponyhof und haben ein schönes Abschlussfest gefeiert", fügt er hinzu. Während viele Kinder von Ausflügen und Exkursionen schwärmen, sagt Lucas: "Ich fand gut, dass wir viel gerechnet haben. Mathe ist einfach toll." Und da ihm sein Lieblingsfach leicht fällt, freut er sich auf die dritte Klasse.

Regelwächter achtet auf die Gruppe

"Da wird es bestimmt ein bisschen schwerer, Deutsch wird am schwersten", überlegt Moritz und liegt damit auf einer Wellenlänge mit Josefin, die sich als beste Schülerin ihrer Klasse am letzten Schultag ins Ehrenbuch eintragen durfte. Auch die anderen gehen davon aus, dass der Unterricht im nächsten Schuljahr komplizierter wird. Manche haben ein mulmiges Gefühl. Zum Beispiel sagt Moritz: "Manchmal war es auch nicht so gut in der 2. Klasse, warum, weiß ich nicht, irgendwie habe ich mich manchmal nicht gut gefühlt."

Diese unguten Gefühle haben auch andere Kinder kennengelernt. Auch Lilly. Sie mag die Regelwächtergruppen nicht so gerne und erklärt: "Das sind Gruppen, in denen ein Kind Regelwächter ist. Der sucht sich drei oder vier andere Kinder aus und arbeitet mit ihnen in einer Gruppe." Der Regelwächter achte dann auf die Gruppe.

Zu den nicht so schönen Dingen gehört für einige auch das Spielen der Blasharmonika im Musikunterricht. Lucas würde sich wünschen, dass der Unterricht jeden Tag etwas später beginnt und die Kinder nicht so früh aufzustehen bräuchten. Josh findet es schade, "dass wir nur fünf Jungs in der Klasse sind und 12 Mädchen. Und für den einen Jungen, der aus unserer Klasse rausgeht, kommt ein neues Mädchen dazu".

Einige Schüler haben schon Berufswünsche

Dann ist da noch etwas, dass alle nicht gut finden: Dass jetzt die Klassenlehrer alle Hauptfächer unterrichten, also Mathematik, Deutsch und Sachkunde. Besonders einer Lehrerin trauern die Kinder hinterher: "Frau Saalfeld, da war Mathe immer richtig schön, weil die auch Faxen macht und so lustig ist", erklärt Joane.

Dennoch: Im Großen und Ganzen freuen sich die Drittklässler auf das neue Schuljahr und wollen sich anstrengen. Aus gutem Grund. Immerhin haben einige schon anspruchsvolle Berufswünsche. "Ich möchte vielleicht Polizistin werden, wie meine Mama. Aber genau weiß ich das noch nicht", sagt Joane. "Vielleicht werde ich Ärztin", hat sich Aliyah überlegt. Für Moritz steht fest, was er nicht machen möchte: Lehrer oder im Büro arbeiten. "Aber Tierpfleger wäre gut."

Derweil ist Josh von seinem Berufswunsch, Bauer zu werden, abgerückt. Sein Zwillingsbruder Tammo sagt, dass er den gleichen Beruf wie sein Vater ausüben wolle, also Rettungsassistent, dann fallen ihm noch andere interessante Berufe ein. Am Ende seiner Überlegungen hat er dann die zündende Idee: "Vielleicht machen mein Bruder und ich auch eine Firma auf, in der wir zusammen als Bauingenieure arbeiten, weil unser Opa auch Bauingenieur war."

   

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