In Apenburg konnte am Wochenende eine Zeitreise in das Mittelalter unternommen werden. Beim 17. Burgfest stand die erste urkundliche Erwähnung Apenburgs vor 750 Jahren im Mittelpunkt.

Apenburg l Narren, Markgrafen, Ritter, Prinzessinnen und Burgfräulein - sie alle bevölkerten am Wochenende das Gelände rund um die Apenburger Burg. Dort fand nämlich das 17. Burgfest statt. Über 100 "gute Seelen" hatten das Spektakel mit Andreas Schwieger ermöglicht und in der Vorbereitung erneut ganze Arbeit geleistet.

Im Mittelpunkt des ebenso spektakulären wie interessanten Geschehens stand die erste urkundliche Erwähnung Apenburgs vor 750 Jahren. Eigentlich ein Zufall, wie Andreas Schwieger, Hauptorganisator des Festes, weiß. "1264 schenkte der Bischoff von Verden den Markgrafen von Brandenburg die Enklave um Hohenhenningen. Um zu zeigen, wo dies liegt, hat man es beschrieben mit ,in der Nähe von Apenburg`. Und so wurde Apenburg das erste Mal in einem Dokument erwähnt", erklärt er. Wie genau es nun zu dieser Erwähnung kam, das wurde am Sonntag auch in einem Theaterstück von einheimischen Darstellern präsentiert.

Wie das mittelalterliche Leben einmal ausgesehen haben könnte, das wurde bei den drei Heerlagern, die rund um die Burg aufgebaut waren, gezeigt.

Ritterkämpfe

Daneben gab es für alle Gäste jedoch noch viel mehr zu entdecken. Das Angebot war riesengroß. Die Hallenser Gruppe Okzitana sorgte für gute Musik, richtige Ritter kämpften in dem Schauspiel der Truppe Fortuna Eques aus Hamburg, und das Wandertheater Mani Arena aus Leipzig war wie viele andere extra angereist.

Kleine und große Kinder wurden zudem von Zauberern, Gauklern und anderen künstlerischen Gesellen belustigt. Den Kindern gehörte am Sonntag auch der Vormittag - beim Kinderritterfest konnten sich die jungen Ritter, Burgfräulein und Prinzessinnen an verschiedenen Aufgaben versuchen. Es gab unter anderem eine Zugbrücke, Burgkegeln und Bogenschießen.

Für die Profis unter den Erwachsenen im Bogenschießen wurde zudem am Sonnabend ein Turnier veranstaltet. Der Gewinner durfte den im vergangenen Jahr zum ersten Mal ausgelobten Wanderpokal des Burgfestes mit nach Hause nehmen.

Feuershow

Eine außergewöhnliche Feuershow wartete dann am Sonnabendabend auf die Besucher. Art of Flame aus Dresden zeigten ihr Können.

Uwe Schmidt aus Apenburg hatte für das 17. Burgfest auch noch eine kleine Überraschung vorbereitet. In den vergangenen drei Wochen hatte er an einer alten Belagerungsmaschine, einer sogenannten Blide, gearbeitet, die am Sonnabend das erste Mal zum Einsatz kam.

Die unzähligen Besucher waren von all dem sowie den vielen Ständen begeistert.

Mehr Fotos vom 17. Apenburger Burgfest gibt es in einer der nächsten Ausgaben sowie im Internet unter www.volksstimme.de/kloetze

   

Bilder

 

Apenburger Burgfest

Apenburg (jsw) l In Apenburg konnte am Wochenende eine Zeitreise in das Mittelalter unternommen werden. Beim 17. Burgfest stand die erste urkundliche Erwähnung Apenburgs vor 750 Jahren im Mittelpunkt.

  • Die Apenburger feierten am Wochenende mit hunderten Gästen das 17. Burgfest. Fotos: Jenny Schwerin

    Die Apenburger feierten am Wochenende mit hunderten Gästen das 17. Burgfest. Fotos: Jenny Schw...