Oebisfelde l "Heute sind wir in einer Zauberschule", erklärte am Sonnabendvormittag Schulleiterin Ulrike Eggers den Familien, die unter den großen Bäumen auf dem Hof der Grundschule "An der Aller" Platz genommen hatten. "Wir machen nämlich aus Kindergartenkindern Schulkinder." Ganz aufgeregt reagierten auf diesen Satz die Mädchen und Jungen, um die sich an diesem Tag alles drehte.

19 Kinder feierten in der Grundschule "An der Aller" ihre Einschulung. Bevor ihre neue Klassenlehrerin Melanie Bode die Abc-Schützen allerdings für die erste Unterrichtsstunde ihres Lebens in den Klassenraum geleitete, trugen die Zweitklässler der Grundschule ein Willkommensprogramm vor. Mit lustigen Liedern über das Schreiben und Rechnen versuchten die "Großen", ihren jüngeren Mitschülern ein wenig die Aufregung zu nehmen und ihnen zu zeigen, dass Schule ziemlichen Spaß machen kann."Aus den Reihen der Eltern und Großeltern wurde dabei fleißig fotografiert und gefilmt, um den Schulanfang als Meilenstein im Leben in Wort und Bild festzuhalten.

"Nun werden Ihre Kinder zu jungen Menschen heranwachsen", kommentierte Ulrike Eggers den Moment und rief den Eltern in Erinnerung, welch wichtige Rolle sie für die Entwicklung ihrer Kinder spielen. Auch Karin Padberg, Leiterin der Oebisfelder Grundschule "Drömlingsfüchse", fand bei den Einschulungen der Klassen 1a und 1b klare Worte, um die Verantwortung der Eltern zu verdeutlichen. "Wir werden Ihren Kindern in den nächsten vier Jahren gute Begleiter sein. Aber halten auch Sie guten Kontakt zu uns - Schule kann nur funktionieren, wenn wir Hand in Hand arbeiten", erklärte sie den Besuchern in der Aula.

Auch bei den "Drömlingsfüchsen" waren es die Zweitklässler, die die insgesamt 37 Neuen mit Liedern und Gedichten begrüßten. "Alle Kinder lernen lesen" war dort zu hören und "Vom Ernst des Lebens". Später nahmen die Klassenlehrerinnen Anke Meyer und Susanne Thormeier ihre Schützlinge mit in die neuen Klassenräume. Obwohl die Einschüler die ganze Zeit über aufmerksam zuhörten und auch schon Dinge benennen konnten, die in einen Schulranzen kommen, nahte der für sie aufregendste Moment in beiden Oebisfelder Grundschulen, als endlich die lange herbeigesehnten Schultüten verteilt wurden.

So manches Kind war kaum größer als seine Zuckertüte. Gefüllt mit Spielsachen, Schulzubehör und Süßigkeiten konnten einige Einschüler ihre bunten Tüten kaum fünf Minuten halten. Bereits auf dem Nachhauseweg wurden die ersten geplündert.

   

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