Je einen Apfelbaum haben die Schüler der neuen fünften Klassen der Beetzendorfer Sekundarschule im Innenhof der Bildungseinrichtung gepflanzt. Mit der Idee der beiden Klassenlehrer könnte eine neue Tradition in der Schule begründet werden. Schulleiterin Sabine Hornkohl ist vom Projekt begeistert.

Beetzendorf l Für neue Ideen ist Beetzendorfs Sekundarschulleiterin Sabine Hornkohl immer zu haben. Und so musste sie auch nicht lange überlegen, als ihr die beiden Klassenlehrer der neuen fünften Klassen, Karla Krüger und Robert Rietschel, den Vorschlag machten, die Schüler jeweils einen Apfelbaum als Symbol für ihren Start in der neuen Schule pflanzen zu lassen. Ein Platz war schnell gefunden: der neugestaltete Innenhof des Gebäudes mit seinen beiden Rasenflächen.

"Wie ihr werden diese Bäume wachsen, größer werden und dabei auch mehr Verantwortung tragen", erklärte Robert Rietschel, der die Klasse 5b zum neuen Schuljahr übernommen hat, den Schülern. Die Wurzeln schlagen von Jahr zu Jahr tiefer in die Erde, ganz so wie es die Mädchen und Jungen auch in der für sie noch neuen Umgebung machen sollen. Nur die ersten Früchte werden die Schüler wohl nicht so schnell von den beiden Bäumen ernten können. "Vielleicht in drei Jahren", schätzte Sabine Hornkohl mit Blick auf die jungen Cox Orange- und Elster-Hochstämme ein.

Die Idee des Baumpflanzens findet die Schulleiterin klasse. "Wir haben doch Platz im Innenhof und der wird durch die Bäumchen mit Leben erfüllt. Außerdem können sie den Schülern als Ruhepol und Schattenspender dienen", erklärte sie der Volksstimme. Für Karla Krüger, die die Klasse 5a leitet, ist besonders wichtig, dass durch die Pflanzaktion das Gemeinschaftsgefühl der neuen Klassen gestärkt wird. "Die Kinder wachsen zusammen mit den Bäumen, das ist doch ein schönes Motto", meinte sie. Später könnten vielleicht auch kleine Tafeln mit den Namen der Schüler, die die Apfelbäume gepflanzt haben, angebracht werden.

Für die Fünftklässler war es gar nicht so einfach, die Bäumchen in die Erde zu bekommen. Zunächst musste der Rasen entfernt und ein Loch gegraben werden - ein Kraftakt angesichts der ziemlich harten Erde. "Der Spaten muss zweimal reinpassen, dann ist es tief genug", erklärte Robert Rietschel. Die 5b hatte ihr Pflanzloch als erstes fertig, füllte es mit Mulch an und setzte den Baum ein. Dann wurde die Erde rings um den Setzling verteilt und dieser ordentlich mit Wasser gegossen.

"Jetzt kommt es darauf an, dass ihr euren Baum auch immer schön pflegt, damit er wächst und gedeiht", meinte Sabine Hornkohl. Die erfolgreiche Pflanzaktion könnte dann im nächsten Schuljahr mit den neuen fünften Klassen wiederholt werden.

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