Zumba. Das ist eine Mischung aus Aerobic und Tanz. Ende der 1990er Jahre schwappte das Fitness-Programm nach Europa - und hat mittlerweile auch in Klötze viele Anhänger.

Klötze l Montag, 18 Uhr, im Fitness-Studio an der Oebisfelder Straße 38 in Klötze. Etwa 20 Frauen versammeln sich im Kursraum und erwarten die Ankunft ihrer Trainerin. Dann ist es soweit. Die zierliche Dame, vielleicht 1,60 Meter groß, betritt die Szenerie. Vorfreude liegt in der Luft. Endlich ist die wochenlange Sommerpause vorbei. Plötzlich ertönen aus einem CD-Spieler südamerikanische Klänge, aus Lautsprechern wummern die Bässe. Die Übungsleiterin, die ihren Namen nicht nennen will, aber laut Inhaber Dirk Spaehn kubanische Wurzeln hat, übernimmt das Kommando. "Auf geht`s Mädels!"

"Es ist ein Trend, da muss man mit"

Eine Kursteilnehmerin

Die Teilnehmerinnen gehorchen aufs Wort - und das sogenannte Workout beginnt. Popos wackeln, Arme rudern, Beine schwingen, Füße wippen. Der ganze Körper ist in Bewegung.

Nach vorne, nach hinten, zur Seite, im Kreis herum. Es sieht anstrengend aus - und das ist es auch. Der Schweiß fließt in Strömen. Und trotzdem haben alle ein Lächeln im Gesicht. Mehr als eine Stunde lang. Die Zumba-Welle hat Klötze erfasst.

"Es ist wie ein Virus, dem man sich nicht entziehen kann", meint eine der Kursteilnehmerinnen . "Wenn man es einmal gemacht hat, will man es immer wieder machen", sagt eine andere. "Es ist eine Kombination aus Sport und Tanz. Zumba bringt gute Laune und zahlt sich aus", erklärt eine Dritte.

Ganz offensichtlich. Die Frauen sind gertenschlank. Aber schüchtern. Keine will verraten, wie sie heißt. Doch sei es drum. "Es ist ein Trend. Da muss man mit", bekommt man zu hören. Dabei, so wird in der Runde erzählt, ist Zumba eher durch Zufall entstanden. So hatte ein kolumbianischer Choreograf namens Alberto "Beto" Perez die CD für seinen Aerobic-Kurs vergessen.

"Der Kurs ist sehr beliebt."

Studio-Inhaber Dirk Spaehn

Deshalb musste er mit dem arbeiten, was ihm an Musik zur Verfügung stand. Entstanden ist ein Fitness-Programm, das aus Elementen des Salsa, Mambo, Samba, Merengue und teils auch des Hip-Hop sowie Reggae besteht und Ende der 1990er Jahre über die USA nach Europa schwappte.

Inzwischen sollen rund um den Globus weit mehr als zehn Millionen Menschen dem Boom erlegen sein. Sogar eine eigene Industrie hat sich entwickelt. Es gibt Kleidung, Schuhe, Fernsehbeiträge, Schmuck und auch Videospiele.

Studio-Inhaber Dirk Spaehn ist jedenfalls heilfroh, dass er Zumba vor rund zweieinhalb Jahren in sein Angebot aufgenommen hat. "Der Kurs ist sehr beliebt."

Und zwar vor allem auch deshalb, weil Zumba tatsächlich dafür geeignet zu sein scheint, um abzunehmen. Pro Einheit, so bestätigt eine der Kursfrauen, verbrennt sie bis zu 600 Kalorien, "weil alle Muskelgruppen aktiv sind".

Nächsten Montag, so schwören die Frauen, werden sie Punkt 18 Uhr wieder da sein.

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