Gleich zwei gute Gründe zum Feiern hatten die Kuseyer am Sonnabend. Denn zwei Institutionen, die den Ortsteil prägen und den Menschen im Lauf der Jahre viel gegeben haben, begingen ihre Gründungstage gemeinsam mit einem umfangreichen Programm.

Kusey l Das war ein Glücksgriff: Der Kuseyer Sportverein TSV und das Evangelische Landjugendzentrum (ELZ) taten sich zusammen, schmiedeten ein Programm und luden die Einwohner zu einer großen Geburtstagsparty ein. Anlass dafür war das 95-jährige Bestehen des TSV und die Gründung des ELZ vor 20 Jahren. Als ideal dafür erwies sich das Gelände um das ELZ.

Dort ging es am Vormittag zunächst sportlich zu. Während der Sportverein zu einem Volleyballturnier einlud, konnten Familien mit ihren Kindern an einer Rallye teilnehmen. "Elf Stationen sind dafür aufgebaut", berichtete TSV-Vorsitzender Thomas Mann. Unterstützt wurden die Jubilare dabei von den Kindertagesstätten aus Kusey, Jahrstedt und Kunrau sowie den Grundschulen in Kusey und Kunrau.

Jedes Kind bekam dafür einen Stoffbeutel und einen Laufzettel und los ging es. Sie konnten mit Bällen auf eine Scheibe werfen, auf eine Torwand schießen, Wörter bilden, auf Büchsen spritzen, Bilderpaare suchen und vieles mehr. An jeder Station gab es maximal drei Bälle (dafür die Stoffbeutel), die am Ende gegen Preise eingetauscht werden konnten. 15 Familien beteiligten sich.

Gegen 10 Uhr begann auf vier Feldern das Volleyballturnier. Sieben Teams hatten sich dafür angemeldet. Am frühen Nachmittag standen nach Halbfinalspiel und Finale die Sieger fest: Neuer Pokalsieger ist die Mannschaft "Dynamo Tresen". Auf dem zweiten Platz rangierte die Feuerwehr, gefolgt von "Juventus Urin" und dem Vorjahresgewinner City-Parkplatz.

Mit einer Podiumsdiskussion begann das Programm am Nachmittag etwas ernster. Denn das Thema lautete "Nix wie weg - wie ist/wird Kindheit und Jugend im ländlichen Raum wieder attraktiv". Auf dem Podium standen Rede und Antwort: Klötzes Bürgermeister Matthias Mann, der stellvertretende Landrat Eckhard Gnodtke, Alexander Schmidt moderierte, Kreisjugendreferent Volker Holtmeier und Pfarrer Bernd Schulz. Ein Aspekt dabei war, wie junge Menschen, die der Altmark bereits den Rücken gekehrt haben, zurückgeholt werden können. Jugendlichen müssen zum Beispiel Ausbildungschancen und Jobs geboten werden.

Stimmungsvoll und mit lustigen Elementen ging es im Anschluss mit einem Festgottesdienst weiter, den ELZ-Leiter Martin Zander hielt. Zu Beginn sang der Männerchor Kusey, dessen Mitglieder zuvormit Schwein vom Spieß einen Imbiss anboten. Für Spaß sorgte Clown Leo, der eigentlich über die Schöpfungsgeschichte referieren wollte. Dabei bezog er das Publikum gekonnt ein und brachte Alt und Jung zum Lachen. Am Abend hatte die Band Bobby Ka ihren Auftritt.

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