Die Gartenlandschaft von Sybille Meyer in Ristedt ist alljährlich am Tag der offenen Gärten ein fest eingeplanter Treffpunkt für Gartenfreunde weit über die Altmark hinaus. Besonders ihre Beete und Stauden werden immer wieder bestaunt.

Ristedt l Im Mittelpunkt des Tages der offenen Gärten bei Sybille Meyer in Ristedt stand die Aktion "Natur im Garten - NaTür - Natur beginnt vor der Tür" der Gartenakademie Sachsen-Anhalt auf Gut Zichtau. "Unser Anliegen ist das naturnahe gärtnern", erklärte Sybille Meyer.

Zahlreich kamen Garteninteressenten am Sonntag nach Ristedt, um sich für die Gestaltung ihrer grünen Oase daheim Anregungen und Ratschläge zu holen. Immer wieder war die Ristedter Gärtnerin für Landschaftsbau gefragte Ansprechpartnerin. Dabei ging es aber nicht allein um die Gestaltung von Gärten, sondern dieses Mal mehr um die gärtnerische Arbeit im Besonderen. "Mit der Aktion Natur im Garten der Gartenakademie Sachsen-Anhalt wollen wir erreichen, dass keine Pestizide, keine leichtlöslichen Mineraldünger und kein Torf in den Gärten zum Einsatz kommen", gab die Gärtnerin den Besuchern mit auf den Weg.

Komposthaufen sind der Dünger-Grundstock

Die Idee der naturnahen Gärten hat die Gartenakademie aus der Region Niederösterreich. Dort wird das Prinzip der Naturnähe erfolgreich praktiziert. Es gebe genügend in der Praxis bewährte Möglichkeiten, auf Pestizide, leichtlösliche Mineraldünger und Torf zu verzichten, weiß die Ristedterin.

Komposthaufen sind der Grundstock für das Düngen. Nützlingsunterkünfte ersetzen Pestizide und Mulchen schont den Boden. Daneben ist eine Vielzahl von Gartenelementen von Vorteil. Auf dem Ristedter Hof und im dortigen Garten konnten sich die Besucher davon überzeugen.

Für die Kennerin ist unter anderem wichtig, dass sie zwischen den zahlreichen Staudenpflanzen Bodendecker angeordnet hat, um den Unkrautbewuchs in Grenzen zu halten, wie sie den Besuchern erläuterte.

Auf einem Stück Wiese am naturnahen Teich hielt Sybille Meyer noch eine Besonderheit für die Besucher bereit. Dort war eine Strickkugel postiert. Das Grundgerüst der Kugel besteht aus Metallstäben und Styropor im Inneren. Bespannt ist sie mit sogenanntem Karnickeldraht, um die Erde zu halten, in der letztlich verschiedene Sedumpflanzen (Dickblattgewächse) angeordnet sind. "Eine solche Strickkugel in der Größe von zwei Metern Durchmesser will die Gartenakademie für die Bundesgartenschau in Brandenburg gestalten", verriet die Gastgeberin.

Am Rande der Veranstaltung auf dem Meyer-Hof sprach die Ristedterin, die im Rahmen der Aktion Natur im Garten für Kindertagesstätten zuständig ist, schon mal mit Katrin Spychalski von der Kindertagesstätte Beetzendorf die nächsten Vorhaben ab. Dazu gehört unter anderem ein Dreikammer-Komposthaufen im Garten der Einrichtung. Außerdem ist eine Informationsveranstaltung mit den Eltern geplant, bei der es um ihre Mithilfe bei dem Projekt gehen soll.

 

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