Drömling l Zur Volksstimme-Serie "25 Jahre Mauerfall" schickte der Ristedter Klaus Paucholik das von einem Bekannten aufgenommene Foto aus dem Drömling und dessen Gedanken dazu:

"Im Sommer 1990 - ich wohnte damals im Wendland und war 50 Jahre alt - konnte ich endlich die Grenzland-Tour per Fahrrad und Zelt unternehmen, die ich mir schon lange gewünscht hatte. Meine Route führte mich von Salzwedel südlich über Helmstedt und Halberstadt bis nach Eisenach. Ich freute mich, dass das jetzt möglich war, über nie gesehene Landschaften, mir bisher verschlossene Orte und über das Willkommen auf schön gelegenen Zeltplätzen. Da sah ich das Kloster Diesdorf und die ehemalige Grenze zwischen Zicherie/Böckwitz mit dem Stein "Wir sind ein Europa". Ich stand erschüttert vor den 1000 Kreuzen in Gardelegen und vor dem atomaren Endlager Morsleben. Ich besuchte Kaiser Barbarossa auf dem Kyffhäuser und die ehemalige V-Waffenproduktion im "Mittelbau Dora". Ich war zu Gast auf der Feste Hanstein gegenüber dem Ludwigstein und schließlich auf der Wartburg.Besonders beindruckt hat mich ein kleines Erlebnis am Rande im Naturschutzgebiet Drömling. Am Kaiserwinkel begegnete ich zwei Jungen, die auf einem zerstörten Grenzwachturm spielten, und sie erlaubten mir, ein Foto zu machen. Es ist für mich ein Symbol für Mauerfall, Grenzöffnung und Wiedervereinigung."