Das vierte Beetzendorfer Oktoberfest sprengte am Wochenende alle Rekorde. Hunderte Besucher sorgten vor allem am Samstagabend für eine restlos ausverkaufte Festhalle. Auch am Sonntag war der Andrang riesig.

Beetzendorf l "Der erste Abend hat alle Erwartungen übertroffen, so etwas hat es noch nicht gegeben", waren die Organisatoren des vierten Beetzendorfer Oktoberfestes auch am Sonntagmorgen noch fassungslos über den enormen Andrang zum Wiesnauftakt wenige Stunden zuvor. Etwa 500 Besucher kamen zum Tanzabend auf das Festgelände an der Goethestraße. Die zünftig bayerisch geschmückte Halle war brechend voll, als der Musikzug der Beetzendorfer Feuerwehr und Schulzens Schnulzencrew aufspielten. Es dauerte nur Minuten, da kochte die Stimmung. Vor allem zahlreiche junge Leute waren gekommen und ließen sich von der Blasmusik begeistern. "Das hätte ich nie gedacht, eine tolle Sache", schwärmte die Beetzendorferin Karin Plato.

Bis nachts ein Uhr dauerte die Gaudi, bei der auch das bayerische Bier in Strömen floss. Dann waren Durchschnaufen und ein paar Stunden Schlaf angesagt, schließlich sollte es am Morgen weitergehen. Mit dem großen Festumzug, ganz nach dem traditionsreichen Münchener Vorbild.

Der Himmel präsentierte sich passend zum Oktoberfest in weiß und vor allem blau - den bayerischen Landesfarben, als die Umzugsteilnehmer auf dem Parkplatz an der Sporthalle Aufstellung nahmen. Begleitet von den Klängen des Musikzuges und des Immekather Spielmannszuges ging es durch den Ort. Von Pferden gezogene Wagen mit Bierfässern waren ebenso dabei wie der Oktoberfest-Ziegenbock und das Murmeltier. Letzteres nahm diesmal auf dem Bollerwagen statt in der mobilen Hütte Platz. Viele Beetzendorfer und Gäste aus den Nachbarorten hatten sich extra in Schale geworfen und präsentierten sich in Lederhosen oder Dirndl, mit Trachtenjacke und Hut.

Panne beim Fassanstich trübte Stimmung nicht

Was besonders auffiel: Auch die Straßen entlang der Marschroute waren stärker gesäumt von Schaulustigen als in den Vorjahren. Schon mit der vierten Auflage hat es das Oktoberfest geschafft, zu einer festen Institution in Beetzendorf zu werden.

Für viele gab es am Sonntagvormittag nur ein Ziel: die Festhalle. Hier gab der Immekather Spielmannszug ein Ständchen, ehe Bürgermeister Heinrich Schmauch zu seinem wohl letzten Fassanstich im Amt schritt. Den Rekord von fünf Schlägen, aufgestellt bei der zweiten Veranstaltung 2012, konnte er allerdings nicht brechen. Statt dessen sorgte ein defekter Dichtungsring dafür, dass der Gerstensaft unkontrolliert ausströmte. "Verbuchen wir es unter höherer Gewalt", schmunzelte Schmauch und versprach den Gästen flugs ein Fass Freibier der Gemeinde.

Nicht nur drinnen, auch an den vor der Halle aufgestellten Tischreihen herrschte reger Andrang. Bei Schwein am Spieß, Brezeln und anderen Leckereien ließen es sich die Besucher bis in den späten Nachmittag gut gehen und machten auch bei den beliebten Showeinlagen der Musiker tatkräftig mit.

   

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