Es ist dunkel, es ist unübersichtlich und es ist furchtbar heiß. 57 der 74 Atemschutzgeräteträger aus dem Bereich der Stadt Klötze haben am Wochenende in einem Brandsimulations-Container für den Einsatz geübt.

Klötze l Im Bereich der Stadt Klötze gibt es derzeit 71 Atemschutzgeräteträger. Sie haben regelmäßig an Ausbildungen teilzunehmen und sind insbesondere bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen gefragt. Eine sehr gute Möglichkeit, sich auf den Ernstfall vorzubereiten, gab es am Freitag und am Sonnabend auf dem Gelände der Klötzer Feuerwehr. Dort stand an diesen beiden Tagen eine mobile Feuerwehrübungsanlage, die bundesweit genutzt wird und in Schönebeck ihre Basis hat.

Darin, so erklärte Stadtwehrleiter Rüdiger Wührl, wurde ein Kellerbrand simuliert. Die Atemschutzgeräteträger hatten auf Verschiedenes zu achten und zu reagieren, beispielsweise auf eine brennende Gasflasche, einen brennenden Pappkarton, ein in Flammen stehendes Regal mit Farben und Lacken und sogar einen Flashover. "Das ist, wenn der Rauch nicht entweichen kann, sich an der Decke sammelt und dann zündet", erläuterte Rüdiger Wührl.

Ihm ging es vor allem darum, dass die Atemschutzgeräteträger sich an die harten Einsatzbedingungen mit der schweren Ausrüstung gewöhnen, Erfahrungen machen und aus Fehlern lernen, um auch in gefährlichen Situationen Ruhe und Besonnenheit zu bewahren und sich richtig zu verhalten.

Brandbekämpfer sollen aus Fehlern lernen

Durchschnittlich 15 Minuten hatten die Atemschutzgeräteträger in dem "Fire House" zu verbringen. Ihr Vorgehen wurde im Leitstand von Ralf Hankewitz beobachtet, der mittels eines Mikrofons Anweisungen gab und per Knopfdruck immer wieder für neue Situationen sorgte.

In dem Container herrschte eine Deckentemperatur von bis zu 700 Grad Celsius. "Es war wirklich wahnsinnig heiß", stöhnte anschließend Christina Schulz von der Freiwilligen Feuerwehr Trippigleben. Die zweite weibliche Teilnehmerin war Domenika Gummert von der Freiwilligen Feuerwehr Klötze. "Es war eine Erfahrung wert", sagte sie. Überhaupt wurden die realitätsnahen Bedingungen von allen Männern und Frauen gelobt. Viele gingen sogar mehrfach in den Container.

Insgesamt lagen Rüdiger Wührl 57 Anmeldungen für die Ausbildung im "Fire House" vor. Die meisten Ortswehren aus dem Bereich der Stadt Klötze machten von diesem außergewöhnlichen Angebot gerne Gebrauch. Lediglich die Steimker, Kunrauer, Röwitzer und Neuferchauer fehlten.

   

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