Die genauen Zahlen liegen noch nicht vor, doch die erste Saison im Apenburger Waldbad nach der unfreiwilligen Zwangspause kann sich sehen lassen. Die Einnahmen lagen auf jeden Fall höher als in den Vorjahren.

Apenburg l Um die 10000 Euro wurden im Apenburger Waldbad in den vergangenen Jahren stets an Eintrittsgeldern eingenommen. "Da liegen wir dieses Mal drüber", freute sich Bürgermeister Harald Josten im Gemeinderat und gab als erste vorläufige Summe 12500 Euro an. Die Eintritte, die von den Schulen bei ihrem Badbesuch zu entrichten sind, seien darin aber noch nicht enthalten, so dass er genaue Zahlen erst zur nächsten Ratssitzung präsentieren könne. "Dann werden wir uns auch darüber unterhalten wie es 2015 weitergeht", so Josten.

Fest steht schon jetzt: Finanziell ist das Waldbad im vereinbarten Rahmen geblieben, auch dank des großen Engagements des Fördervereins sowie vieler Apenburger und freiwilliger Helfer. "Die Leute haben Großes geleistet und über 1000 Stunden aufgebracht, um das Bad in Ordnung zu bringen", lobte Vereinsvorsitzender und Ratsmitglied Jürgen Ulrich. Viele Betriebe hätten zudem kostenlose Unterstützung geleistet. Der enorme ehrenamtliche Einsatz habe entscheidend dazu beigetragen, die Kosten für das Bad abzumildern.

Und es gibt sogar noch Luft nach oben. "Denn der August war vom Wetter her ziemlich schlecht. Ansonsten kann man von einer passablen Saison sprechen", zog Ulrich Bilanz. Während der Apenburger sich besonders bei den zahlreichen Helfern bedankte, rückte Bürgermeister Harald Josten auch den Fördervereins-Vorsitzenden in den Mittelpunkt. "Ohne sein unermüdliches Engagement wäre es nicht so gut gelaufen", ist sich der Ortschef sicher.

Die Blicke gehen jetzt bereits in Richtung Saison 2015. Dass das Waldbad im Mai wieder aufmacht, dürfte als sicher gelten. "Es gibt absolut nichts, was dagegen spricht", meinte Vorstandsmitglied Eberhard Dierks. Auch der Förderverein wolle sich wieder tatkräftig mit einbringen und setze auf die Hilfe der Apenburger. Die kam in diesem Jahr auch in Form von Spenden und neuen Mitgliedern. 35 Neuaufnahmen hat der Verein zu verzeichnen, 2800 Euro konnten eingesammelt werden.

Wärmeanschluss an Biogasanlage als Idee

Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Erneuerung des Zaunes und die Überdachung der Filteranlage. Zudem soll der Sprungturm links ein neues Ein-Meter-Brett erhalten. Das alte musste abgebaut werden, das Podest ist seitdem gesperrt. "Es kommt jetzt darauf an, das Bad Schritt für Schritt so zu gestalten, dass es noch attraktiver für Besucher wird", erklärte Jürgen Ulrich.

Ob dazu in naher Zukunft auch ein Wärmeanschluss an die Biogasanlage im benachbarten Rittleben gehört, ist ungewiss. Erste Überlegungen gibt es allerdings bereits. Das Beispiel Beetzendorf, wo durch der Beheizung des Beckens im Stölpenbad die Saison um zwei Monate verlängert und die Besucherzahlen weiter gesteigert werden konnten, wurde schließlich auch in Apenburg aufmerksam registriert.