Seit nunmehr zehn Jahren ist das Schweinenachtschießen in Apenburg im November der Höhepunkt in der Region. Ab kommenden Montag werden zur elften Auflage wieder zahlreiche Teilnehmer erwartet, die ihr Glück im Ringen um das begehrte Spanferkel versuchen.

Apenburg l Wenn am Montag im wahrsten Sinne des Wortes der Startschuss für das elfte Apenburger Schweinenachtschießen gegeben wird, hält es Schießsportbegeisterte und interessierte Besucher aus der gesamten Altmark und dem benachbarten Niedersachsen nicht mehr im heimischen Sessel. Keine andere Veranstaltung in der Region zog in den vergangenen Jahren so viele Teilnehmer an wie das siebentägige Schießen im Dunkeln auf die 50 Meter entfernten, beleuchteten Scheiben, das die Gilde 2004 ins Leben rief.

Das Besondere an diesem Preisschießen der etwas anderen Art: Hier kann jeder sein Glück versuchen, egal ob Mitglied in einem Schützenverein oder nicht. An sieben Schießtagen (siehe Infokasten) wird auf dem Schießstand an der Cheinitzer Chaussee der jeweils Tagesbeste ermittelt, der eine Flasche Sekt erhält. Alle Ergebnisse der verschiedenen Tage fließen in die Gesamtwertung ein. Wer hier ganz vorn liegt und den kleinsten Gesamtteiler aufweist, darf sich am Ende über den Hauptpreis, ein Schwein, freuen.

Geschossen wird sitzend aufgelegt mit Kleinkaliber-Langwaffen, wobei eigene Waffen zugelassen sind. Die Wertung erfolgt nach dem Teilermodus. Nach Abschluss des Wettkampftages wird dieser ausgewertet und die aktuelle Reihenfolge bekanntgegeben. Das gilt allerdings nur für die ersten vier Veranstaltungen. Danach fallen die Namen der ersten 20 platzierten Schützen unter das Gildegeheimnis. Lediglich dem jeweiligen Schützen selbst wird sein Ergebnis mitgeteilt, damit er weiß, wo er steht und sich eventuell noch verbessern kann.

Auswertung am 22. November

Für Spannung ist also gesorgt, wenn am Sonnabend, 22. November, im Saal der Apenburger Gaststätte Lindenhof die große Auswertungsveranstaltung bevorsteht. Einlass ist ab 17 Uhr, Beginn ist um 18 Uhr mit einem zünftigen Schlachteplatten-Essen. Wer an den Wettkampftagen mindestens eine Schießserie erwirbt, hat den Schmaus damit schon bezahlt. Ab der zweiten Schießserie besteht auch eine Berechtigung für einen der Schweinefleischpreise, die nach dem Essen an alle Teilnehmer vergeben werden.

Es können beliebig viele Schießserien an allen sieben Tagen erworben werden. Allerdings immer nur bis 22 Uhr (am Sonnabend, 15. November, bis 22.30 Uhr), dann ist Annahmeschluss. Pro Durchgang wird immer eine Serie beschossen, die aus zweimal fünf Scheiben besteht. Jeder Schütze hat die Möglichkeit, in Absprache mit dem Anmeldepersonal auch zwei Serien nacheinander zu schießen.

Ein kleines Handicap haben die fünf Bestplatzierten des letztjährigen Nachtschießens. Sie dürfen diesmal ausschließlich mit Vereinswaffen schießen, die Munition wird kostenlos zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen des Schweine-nachtschießens wird zudem der Burgpokalgewinner ermittelt. Dafür werden zehn Scheiben eines Durchgangs gewertet und alle Teiler addiert. Teilnehmen kann jeder, der eine Serie beim Nachtschießen erwirbt - die wird dann mit Burgpokal-Aufschlag nur fünf Euro teurer. Für den ersten Platz gibt es 75, für den zweiten 50 und für den dritten Platz 25 Euro Prämie.