Atemschutzgeräteträger und Ausbilder setzen sich nicht nur ehrenamtlich, sondern sogar in besonderer Weise für das Feuerwehr-Wesen ein. Dieses Engagement wird die Stadt Klötze künftig finanziell würdigen.

Klötze l Der Hauptausschuss hatte bereits sein Okay gegeben (Volksstimme berichtete). Bei seiner jüngsten Sitzung stimmte nun auch der Klötzer Stadtrat dafür, den Atemschutzgeräteträgern aus dem Bereich der Einheitsgemeinde eine jährliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro zu zahlen. Damit sollen die enormen Anstrengungen, die diese Kameraden und Kameradinnen leisten, besonders gewürdigt und zusätzlich die Motivation gesteigert werden. Zudem soll auf diese Art und Weise der rückläufigen Zahl von Atemschutzgeräteträgern begegnet werden. Derzeit gibt es 71. "Das sind gerade mal 16 Prozent der 449 aktiven Einsatzkräfte", informierte Stadtwehrleiter Rüdiger Wührl. Die entsprechende Satzung wird geändert und tritt rückwirkend zum 1. September in Kraft.

Aufwand ist gestiegen

Soviel dazu. Doch die Stadt Klötze möchte sogar noch mehr in die Arbeit der Feuerwehren investieren. So sollen neben den Atemschutzgeräteträgern auch die Ausbilder und deren Helfer einen gewissen Obolus erhalten. Auch dieser Beschlussvorschlag wurde sowohl vom Hauptausschuss als auch vom Stadtrat einstimmig befürwortet. Demnach wird der Bürgermeister grundsätzlich ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Stadtwehrleiter ein Honorar an all jene zu zahlen, die sich ehrenamtlich als Ausbilder oder deren Helfer für andere Kameraden engagieren. Die Höhe dieses finanziellen Dankeschöns soll für Ausbilder sieben Euro je geleistete Ausbildungsstunde (45 Minuten) betragen, im Falle der Helfer sind es 3,50 Euro. In diesen Betrag sind alle erforderlichen Arbeiten der Vor- und Nachbereitung eingerechnet. Die Begründung ist ähnlich gelagert wie im Falle der Atemschutzgeräteträger. So sei der Zeitaufwand für die Ausbilder und Helfer in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, sodass es teilweise schwer falle, Freiwillige zu finden beziehungsweise sie weiter für diese ehrenamtliche Tätigkeit zu motivieren. Honoriert werden sollen in erster Linie die zentralen Ausbildungen zum Truppmann (Teil 1 und 2), zum Truppführer sowie zu speziellen Fachthemen wie etwa Digitalfunk oder ABC-Gefahren.

Dass die Honorare das städtische Säckel über Gebühr schmälern könnten, befürchtet Matthias Mann keineswegs. "Am Ende sparen wir sogar, weil wir keine externen Ausbildungskosten haben."