Der Straßen- und Wegebau steht in der Prioritätenliste des Ortschaftsrates Jahrstedt ganz oben. Auf der Ratssitzung am Montagabend im Gemeindebüro verfasste das Jahrstedter Ratsgremium eine entsprechende Wunschliste, die dem Stadtrat für den Haushalt 2015 vorgelegt wird.

Jahrstedt l Es hat immer noch einen gewissen Beigeschmack, wenn Ortsbürgermeister Uwe Bartels öffentliche Angelegenheiten ansprechen muss, die vom Ortschaftsrat nicht mehr allein, also nur mit Einwilligung des Stadtrates, zu bewältigen sind. So verhielt es sich Montagabend auch beim Zusammenstellen der Jahrstedter Empfehlungen für den Gesamthaushalt der Stadt Klötze für das nächste Haushaltsjahr. In dieser Wunschliste für den Stadtrat werden überwiegend Erneuerungen und Erhaltungsmaßnahmen für den Straßen- und Wegebau zu finden sein.

Alte Forderungen werden wieder neu aufgelegt

Vorrangig müsste der Bürgersteig der Dorfstraße nach nunmehr 20 Jahren erneuert werden, so die Forderung der Ratsrunde. Notwendig wäre mit gleicher Priorität eine Bordabsenkung im Bereich der Zufahrt zum Feuerwehrgerätehaus. Und zur Gefahrenabwehr müsste eine Abdeckung der Kellerräume des Jahrstedter Saals möglichst kurzfristig erfolgen. "Diese Forderungen sind nicht neu und der Stadt Klötze bekannt. Doch leider ist bis heute nichts geschehen", beklagt sich nicht allein Ortsbürgermeister Bartels.

Eine weitere Baustelle müsste nach Einschätzung des Ortschaftsrats an der Jahrstedter Ortseinfahrt von Steimke her aufgemacht werden. Trotz einer bereits erfolgten Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer, werde dort am Mühlenberg bis weit in den Wohnbereich deutlich schneller gefahren. Eine Barriere oder gar ein Kreisel könnten Abhilfe schaffen, befand die Ratsrunde. Eine umfassende Erhaltungsmaßnahme müsste dem Radweg entlang der Braunschweiger Chaussee erfahren. Und in Böckwitz in der Steimker Straße drückt sich langsam aber deutlich sichtbar ein Erdbuckel durch den Fußweg.

Während Ortsbürgermeister Bartels den immer noch nicht vollzogenen Umbau des Läutewerks des Jahrstedter Friedhofs auf den elektrischen Betrieb gelassener sieht, hat er für die, nach seinen Worten, Untätigkeit zum Erhalt der Fahrbahn der Landesstraße durch Böckwitz kein Verständnis. Die Absackungen sind dort unübersehbar. Und auch ist zu erkennen, dass Ausbesserungsarbeiten eben nur Flickwerk bedeuteten, weil die bereits nach kurzer Zeit ebenfalls ausbesserungswürdig waren.