Apenburg l Wie ein Lauffeuer sprach es sich am Mittwoch in Apenburg herum: Am Abend steigt eine spontane Fete fürs ganze Dorf an der Alten Burg. Die einen hatten davon aus der Volksstimme erfahren, andere wiederum durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Am besten waren allerdings Radiohörer dran, zumindest wenn sie Radio SAW eingestellt hatten. Der Sender veranstaltet zum siebenten Mal seine Herbstspiele und organisiert bis zum 14. November kurzfristige Ortsfeste, für die man sich bewerben kann.

Anja Wernecke hatte sich beim Sender beworben

Als Anja Wernecke, die den Kiosk, den Campingplatz und die Bungalowsiedlung am Waldbad des Ortes betreibt, davon erfuhr, reichte sie sofort ihre Anmeldung ein. Mit Erfolg: Montagabend kam die Zusage, der Showtruck des Senders kommt an die Alte Burg. Mittwochfrüh war die Stimme der Apenburgerin dann im Radio zu hören, sie stellte ihren Ort, der in diesem Jahr die 750. Wiederkehr der erstmaligen urkundlichen Erwähnung feierte, kurz vor und lud alle zur Fete ein.

Etwa 600 Besucher strömten trotz Nieselregen auf die Festwiese an der Burg. Und das nicht nur wegen der kostenlosen Würstchen, Quarkbällchen und Getränke. Im Mittelpunkt standen die vier Spiele, bei denen sich die Apenburger als Team beweisen und möglichst viele Punkte für ihr Dorf holen mussten. Schließlich wird der beste Ort nach Abschluss der Herbstspiele-Tour mit 2014 Euro und einem kompletten Trikotsatz für die Kindermannschaft belohnt.

Volle Punktzahl bei Fragespiel "15 für 5"

Der Vorharzort Drübeck hatte mit 54 Punkten vorgelegt, Wansleben am See lag mit 49 Punkten nur knapp dahinter. Also hieß es für die Apenburger: Möglichst viele Zähler sammeln. 20 Punkte schafften sie beim Büchsenwerfen, leider viel weniger als die Konkurrenten. Dafür lief es beim Spiel "15 für 5" besser, bei dem Fragen zu beantworten waren. Apenburg holte hier mit 15 die volle Punktzahl.

Beim Tonnentennis landete die gelbe Filzkugel, die einmal auf dem Boden aufkommen musste, sechs Mal in dem Gefäß, auch hier waren Drübeck und Wansleben leicht besser. Nur das Torwandschießen konnte das Ruder noch herum reißen. Doch hier gingen die Apenburger ebenso wie die beiden Vorgängerorte komplett leer aus.

41 Punkte reichten nur zum dritten Platz

Am Ende standen 41 Punkte auf der Habenseite und damit der dritte Platz. Mit den 2014 Euro wird es also nichts, dafür blieben die Einnahmen aus dem Bier- und Glühweinverkauf und die eingesammelten Spenden vor Ort. Immerhin die stolze Summe von 429,68 Euro sollen dem Apenburger Waldbad zugute kommen.

Besonders für die Kinder war die spontane Party ein Erlebnis. Sie tobten sich bei der Minidisko auf der Bühne aus und feuerten die Teilnehmer bei den Spielen gemeinsam mit Moderator Warren Green lautstark an.

   

Bilder