Nicht nur im Land Sachsen-Anhalt sind die Einkommen in den vergangenen Jahren gestiegen, sondern auch im Altmarkkreis und der Hansestadt Salzwedel. Und zwar teilweise um mehr als zehn Prozent.

Altmark l Es gibt wohl kaum einen Lebensbereich, für den es keine Statistik gibt. Sei es über Baupreise, Lebenshaltungskosten, Erwerbstätigkeit, wohin und wie lange die Deutschen in den Urlaub fahren oder beispielsweise die Kosten für Sozialbestattungen. Ermittelt werden die Daten von den Statistischen Landesämtern, das des Landes Sachsen-Anhalt hat seinen Sitz übrigens in Halle.

Nun haben die Statistiker errechnet, dass die Einkünfte der Sachsen-Anhalter im Vergleich zu 2007 innerhalb von drei Jahren um 6,1 Prozent gestiegen sind. Die durchschnittlichen Einkünfte je Steuerpflichtigem lagen mit 24895 Euro rund 1700 Euro über dem Niveau von 2007 (plus 6,1 Prozent).

Freudige Nachrichten gibt es auch für den Altmarkkreis. Betrugen 2007 die Einkünfte eines "unbeschränkt Steuerpflichtigen" noch 22886 Euro, so waren es 2010 bereits 24616 Euro. Das entspricht einem Plus von 7,6 Prozent. Unbeschränkt Steuerpflichtige sind natürliche Personen, die in Deutschland ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben oder deutsche Auslandsbedienstete, einschließlich ihrer Angehörigen, die aus einer öffentlichen Kasse entlohnt werden.

Salzwedel lässt Stendal hinter sich

Nicht zu verstecken braucht sich die Hansestadt Salzwedel. Ganz im Gegenteil: Dort konnte sich 2010 der Arbeitnehmer über 25192 Euro freuen. 2297 Euro mehr als drei Jahre zuvor. Ein Zuwachs von rund zehn Prozent. Nicht ganz so hoch fallen die Zahlen für die Stadt und den Landkreis Stendal aus. Zwar sind auch im Nachbarlandkreis die Einkünfte gestiegen - von 22025 auf 23509 Euro (plus 6,3 Prozent) -, allerdings nicht in dem Ausmaß wie im Altmarkkreis. Ähnlich sieht es im Städtevergleich aus. Während Salzwedel einen Zuwachs um zehn Prozent verzeichnet, sind es in Stendal lediglich 5,9 Prozent. In absoluten Zahlen: 22533 (2007) zu 23951 Euro.

Zurück ins Land Sachsen-Anhalt: Dort erzielten 2010 insgesamt 991358 Steuerzahler zusammen positive Einkünfte in Höhe von 24,7 Milliarden Euro und zahlten darauf 3,3 Milliarden Euro Steuern.

Die höchsten durchschnittlichen Einkünfte erzielten die Selbständigen. Mit durchschnittlich 85920 Euro Gesamtbetrag der Einkünfte musste jeder Selbständige im Schnitt 22614 Euro Steuern bezahlen.

Spitzenverdiener leben in Magdeburg

Die höchste Anzahl an Spitzenverdienern mit mindestens 500000 Euro wurde 2010 in der Landeshauptstadt Magdeburg mit 46 Steuerpflichtigen gezählt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Stadt Halle (Saale) mit 43 und der Bördekreis mit 33. Schlusslicht ist die Stadt Dessau-Roßlau mit nur zwölf Spitzenverdienern.

Die meisten Einkommensmillionäre wohnten 2007 noch im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Drei Jahre später wurden nach den aktuellen Ergebnissen die meisten Steuerpflichtigen mit einem Millioneneinkommen im Landkreis Börde (11) gelistet. Auf den Plätzen folgen die kreisfreien Städte Halle (Saale) (9) und Magdeburg (7). In den übrigen Kreisen (darunter auch der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal) wurden maximal bis zu sechs Einkommensmillionäre gezählt.