Kunrau (scm) l Das sachsen-anhaltinische Landesamt für Geologie und Bergwesen hat erlaubt, dass im Drömling nach Erdgas gesucht werden darf. Der Rohstoff könnte per Fracking - also mittels Wasser, Sand, Chemikalien und mit Hochdruck - gefördert werden. Die Bedenken bei Umweltschützern sind groß (Volksstimme berichtete). Und auch Evelyn Predehl aus Kunrau beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge.

"Fracking, das beunruhigt mich zutiefst", sagte sie am Dienstag bei der Zusammenkunft des Kunrauer Ortschaftsrates im Schloss. Sie bat darum, dass Politik und Behörden die Bürger frühzeitig über alles informieren, was in dieser Angelegenheit geplant ist. Zudem setzte sich Evelyn Predehl dafür ein, Flagge zu zeigen und gegen das mögliche Fracking zu protestieren. "Wir müssen die Bevölkerung dafür sensibilisieren, dagegen allmählich aktiv zu werden", regte Evelyn Predehl an. Denn: "Es geht um unsere Heimat."

Sollte der Protest gegen die Schweinemastanlage keinen Erfolg haben und auch das Fracking gestattet werden, "dann", so ihre Horror-Vision, "haben wir, wenn es ganz dumm läuft, Gülle von oben und Gift von unten."

Ortsbürgermeister Uwe Bock gab ihr Recht: "Wir können uns nicht alles gefallen lassen."