Zu einer Vernissage mit der Malerin Regina Rebenstorff hatte der Kulturklub Drömling am Sonntagnachmittag eingeladen. Die Bilder der Hamburgerin sind bereits seit Mitte September im Schloss Kunrau zu sehen.

Kunrau l Mit der Vernissage sollte die Malerin einem interessierten Publikum nun näher vorgestellt werden. Zudem versprach eine Buchlesung mit dem Autor Jan Büchsenschuß im Anschluss einen unterhaltsamen Abschluss des Nachmittags.

Eröffnet wurde die Vernissage von der hauseigenen Gruppe KKD Allstars. In ihr spielen ausschließlich Mitglieder des Kulturklubs Drömling. Mit reichlich Beifall dankte das Publikum den Musikern für die Präsentation von Oldies. Darunter übrigens auch der Titel "Wie ein Tropfen auf dem heißen Stein" von Gerd Michaelis, der in diesem Jahr bereits mit einem Konzert in Kunrau gastierte.

Allstar-Bassist Michael Mutmann erklärte zuvor: "Dieser Titel gefiel mir so gut, dass wir ihn in unser Repertoire aufgenommen haben."

Nach einer kurzen Pause, in der sich die Besucher stärken konnten, stellte sich die Malerin persönlich vor. Sie ist eine gebürtige Hamburgerin und gelernte Anwaltssekretärin. "Seit meiner Kindheit male ich bereits", sagte sie. Da sie sich künstlerisch vervollkommnen wollte, nahm sie Unterricht bei Lothar Schulz-Goldap für Ölgemälde auf Leinwand und bei Bärbel Klingelhöfer für Acryl-Mischtechniken. Gemeinsam mit dem Maler und Galeristen Michael Mutmann stellt sie seit 2012 ihre Gemälde in der Atelier-Galerie Regina in Wierstorf aus. Liebhaber können ihre Bilder kaufen, doch reicht der Erlös noch nicht, um davon leben zu können, schränkte sie ein.

Kontakte geknüpft

Die Gäste der Vernissage nutzten die Gelegenheit, um persönliche Kontakte zu knüpfen und Fragen an die Malerin zu stellen.

Nach einer weiteren Musikeinlage bereitete sich der Autor Jan Büchsenschuß auf seine Lesung vor. Er hatte Alexander Schultz mitgebracht, der die Lesung am Klavier musikalisch auflockerte.

Der Büchsenschuß-Roman "Perpetuum Mobile - Wie ich einen Mord im Jobcenter beging" ist eine Erzählung in der Ich-Form. Sie beginnt mit einem Mord im Jobcenter, den der Täter wohl im Affekt beging. Nun versucht dieser, das Opfer ungesehen über die Flure aus dem Haus zu schaffen. Besonders amüsant ist dabei, wie er stets dem Zugriff durch die Polizei entgeht.

Jan Büchsenschuß hat in Berlin Architektur studiert und promovierte im Fach Architekturtheorie. Eine vorübergehende Arbeitslosigkeit nutzte er zum Schreiben des Romans. Inzwischen arbeitet er im Bauamt in Helmstedt. Auch Jan Büchsenschuß hatte nach der interessanten Lesung so manche Frage der Zuhörer zu beantworten.

 

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