Klötze l Die Kriegswirren führten Lisa und Edmund Langer zusammen. Der im Sudetenland geborene Edmund geriet als Soldat gleich in mehrere Gefangenschaften. Die letzte Festsetzung verschlug ihn dann nach Kalbe.

Kriegsgefangenschaft durch Flucht entkommen

Doch der Freiheitsdrang war derart groß, dass der heute 90-Jährige die Gunst der Stunde nutzte und floh. Von da an nahm sein Leben immer mehr an Lebensqualität zu. Bei einem Bauern in Solpke fand er Unterschlupf und sogar Arbeit. Zuerst ging das Arbeiten nur heimlich, das Verstecken war überlebenswichtig. Doch die Zeit schritt auch für den gebürtigen Sudetendeutschen voran.

Bei der Feldarbeit fiel ihm dann "seine Lisa" auf. Aus versteckten Blicken wurden Gespräche, daraus entwickelten sich Treffen und vergnügte Abendstunden beim Tanzvergnügen, erinnert sich die heute 85-jährige in Solpke geborene Braut. Am 26. September 1949 waren sich beide Solpker dann einig: Es wird sich das Ja-Wort gegeben. Eine Zusage, die bis zum heutigen Tag eisern hält.

Nach der Hochzeit arbeitete Edmund Langer als Traktorist in der Landwirtschaft. Seine Ehefrau bediente derweil im damaligen Menü-Laden in Gardelegen.

Kinder und Enkelkinder feiern mit dem Jubelpaar

Aus dieser sicherlich nicht alltäglich zu findenden Zweisamkeit sind drei Kinder hervorgegangen. Beide Söhne, Wolfgang und Manfred, sowie Tochter Elke Kausch sind mit der Altmark heimatverbunden geblieben. Und gemeinsam mit den Enkelkindern feierte die Großfamilie gestern das Fest der eisernen Hochzeit ihrer Eltern.