Salzwedel l Mehr Zustimmung geht nicht. Alle 48 anwesenden Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Salzwedel stimmten am Sonnabendvormittag in Winterfeld für Michael Ziche als Landratskandidaten der Christdemokraten. In geheimer Wahl sprachen sie ihm das Vertrauen aus. Ziche hatte zuvor Rückschau auf seine Amtszeit gehalten. "Ich bin an meiner Aufgabe gewachsen", sagte er. Aus seiner Sicht habe der Altmarkkreis in den zurückliegenden Jahren eine positive Entwicklung genommen. Er machte dies unter anderem an der stabilen wirtschaftlichen Lage, der niedrigen Arbeitslosenquote und dem gelungenen Schuldenabbau des Kreises in Höhe von 22 Millionen Euro fest. Die "partnerschaftliche Zusammenarbeit" mit dem Landkreis Stendal habe die Region vorangebracht.

Für die Zukunft seien familienfreundliche Kommunen mit solider Finanzausstattung wichtig. Dafür wolle er sich einsetzen, sagte Ziche und kritisierte einmal mehr die aktuelle Fassung des Finanzausgleichsgesetzes, das die Kommunen trotz Mehreinnahmen des Landes schlechter stelle. Als weitere Aufgabe sehe er die Verbesserung der Infrastruktur. "Wir müssen an der Forderung der H-Variante mit den Autobahnen 14 und 39 und der Bundesstraße B190 festhalten", betonte er. Das gelte auch für den Ausbau der B71 und B248 mit Ortsumfahrungen und Überholspuren.

Das Umsetzen der Breitbandstrategie mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus und schnellem Internet "ohne Spaltung von Stadt und Land", sei ein weiteres Ziel. Die Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft zu erhalten und noch mehr in die ärztliche Versorgung einzubinden und mehr Forschung und Entwicklung in der Region, um qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, nannte Ziche unter anderem als weitere wichtige Faktoren für die Region.