Wolmirshorst l Auch wenn es am Sonnabendmorgen auf Grund des Windes im Drömling richtig kalt war, waren die Bedingungen für eine Jagd bestens. Denn es regnete nicht. Für Weidmänner, Treiber und ihren vierbeinigen Begleitern, die stundenlang durch das Gelände pirschen, ist das viel Wert. Am Sonnabend waren es 152 Frauen und Männer, 110 Schützen und 42 Treiber, die sich gegen 8.30 Uhr bei Wolmirshorst zur alljährlichen Jagd im Drömling bereitmachten. Eingeladen hatten dazu die Jagdgemeinschaften Buchhorst und Breitenrode.

"Wir durchstreifen zirka 400 Hektar. Wobei es an einigen Stellen wegen der schlechten Wege schwierig wird, die Positionen zu erreichen. Doch angesichts des herrlichen Wetters steht einem guten Jagderfolg nichts entgegen", sagte Hagen Müller von der Buchhorster Jagdgenossenschaft zur Begrüßung. Nach einigen Sicherheitsbelehrungen, Hinweisen zum Ablauf der Jagd, wie die Versorgung des erlegten Wildes, machte sich der mit orangenen Sicherheitswesten ausgestattete Tross auf den Weg - in geländegängigen Fahrzeugen oder auf Hängern, die von schweren Traktoren gezogen wurden.

Hauptwild seien Wildschweine, wie Müller informierte und anfügte: "Leitbachen werden nicht geschossen. Dafür aber auch Füchse, Marderhunde, Mink, Waschbären und krankes Wild. Wenn es gut läuft, werden wir schätzungsweise auf 40 Stücken Schwarzwild kommen."

Mit seiner Schätzung lag Müller fast richtig. Um 13.30 Uhr war Jagdende. Die Strecke wurde gelegt. Auf der konnten 35 Schweine, drei Füchse und ein Waschbär begutachtet werden. Drei der 35 Schweine gingen auf das Konto von Bertram Schulenburg aus Breitenrode. Er wurde damit zum Jagdkönig gekürt. Zum finalen Abschluss wurde am Sonnabend allerdings nicht im Revier geblasen, sondern ab 17 Uhr in Niendorf - zum traditionellen Schüsseltreiben in der Gaststätte Zumlustigen Rieckchen.